Oldenburg - Bremen sehenswert

Bremen sehenswert - Die Hansestadt und ihre Sehenswürdigkeitenunterwegs in Brem' & 'n büschen umzu

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Bremen sehenswertOldenburg [Oldb] (2/5)

 

Oldenburg - Tretbootverleih am Augusteum an der Mühlenhunte

Tretboot-Verleih an der Mühlenhunte neben dem Augusteum, rechts erstreckt sich der Schloßgarten

Der ursprünglich als englischer Landschaftsgarten geplante Park nahm 1803 seinen Anfang in der Verwirklichung, als der damalige Herzog Peter Friedrich Ludwig begann, die für die Anlage notwendigen Ländereien aufzukaufen. Bis heute sind bis 1814 auf dem Areal errichtete Gebäude wie ein Hofgärtnerhaus, ein ehemaliger Pferde- wie auch Kuhstall erhalten geblieben.

Oldenburg - historische Kanonen

Auch sie brachten den Tod, sind aber schon fast "harmlos" im Vergleich zu heute weltweit eingesetztem immer pervertierterem Kriegsgerät

Bis zu dieser Zeit war es in dieser und vielen anderen Regionen kaum möglich, eine burg- oder schlossnahe Grünanlage dieser Größe zu realisieren, einfach weil viele Städte zum Schutz ihrer Einwohnerinnen und Einwohner sowie selbstverständlich zum Schutz und Machterhalt der jeweils Machthabenden stark befestigt waren und eine räumliche Expansion fast unmöglich machten.

Oldenburg - Elisabeth-Anna-Palais

Das Elisabeth-Anna-Palais (1894-96) im Stil der Neo-Renaissance am Schlosswall, ehemals herzoglicher Wohnsitz und heute Sitz des Sozialgerichts, wurde auf einem aufgeschütteten Teil der geschliffenen Befestigungsanlage gebaut

Mit Kanonen bestückte hohe Mauern umgaben die Städte, in denen das Landvolk im Kriegsfall ebenfalls Zuflucht finden konnte. Zusätzlich wurden vor den Wällen Gräben ausgehoben, die sich mit Wasser füllten und für Abstand sorgen sollten. Die Weiterentwicklung von Kriegsgerät machte diese Schutzmaßnahmen allerdings mit der Zeit überflüssig, weil nutzlos, und so fing man Ende des 18. Jahrhunderts an, die Wehranlagen abzutragen, zu schleifen.

Oldenburg - Bronze-Skulptur an einer Brücke neben dem Staatstheater am Theaterwall

Bronze-Skulptur an einer Brücke neben dem Staatstheater am Theaterwall

Nicht nur in der Hansestadt Bremen hat man ganz gezielt einen Teil dieser Anlagen in Parkanlagen umwandeln lassen, wie die dortigen Wallanlagen zeigen, sondern auch in Oldenburg. Der Schlossteich im Schlossgarten etwa ist ein Überbleibsel des ehemaligen Wallgrabens. Straßennamen wie Paradewall, Schlosswall, Theaterwall, Heiligengeistwall, Am Festungsgraben usw. verweisen heute auf die einst hier gelegenen Verteidigungsanlagen.

Oldenburg - Pulverturm

Pulverturm

Ein Relikt aus dieser Zeit ist allerdings erhalten geblieben: der seit 1966 denkmalgeschützte Pulverturm. Der „Große Zwinger vor dem Eversten Tor“, einem der ehemals fünf Stadttore, wurde laut Literatur wohl 1529 errichtet. Der vormals flache Geschützturm über einem Gewölbe wurde vermutlich im 17. Jahrhundert zu seiner heutigen Größe und mit Kegeldach ausgebaut, durch Darstellungen belegt ist dies zumindest für das Jahr 1625. Als die Dänen in der Zeit zwischen 1730 und 1765 Oldenburg als Festung nutzten, lagerten sie in dem Bauwerk Schießpulver, daher die Bezeichnung als Pulverturm. Seit der Turm 1964 in Landesbesitz überging, wurde er mehrfach restauriert und dient heute als Raum für Kultur und Kunst.

Oldenburg - Peter Friedrich Ludwig Hospital

Wer im Garten am Heiligengeistwall an dem Fluß Haaren unterwegs ist oder einfach nur sitzt, während oben auf dem Asphalt der Verkehr vorbeirauscht, schaut auch auf das Peter Friedrich Ludwigs Hospital (1838-1841). Der Herzog als Initiator erlebte die Eröffnung nicht mehr, schon vor längerem sind dort allerdings Kultur und Literatur eingezogen

Und warum die Dänen? Mit dem Tod von Graf Anton Günther, dem diplomatisch geschickten Regenten und Züchter der „Oldenburger“ Pferde, bis heute bekannt als Reitpferderasse Oldenburger, endete diese adlige Linie im Jahre 1667, einfach weil es keine ehelichen Nachfolger gab. Nächster männlicher Verwandter war der dänische König, weshalb Oldenburg unter das Herrschaftsgebiet der dänischen Krone fiel. Also mal ohne Krieg, Tod, Elend und Verheerung. Allerdings wurde die Stadt unter dänischer Flagge zur Festung mit massiven Wallanlagen ausgebaut. Ein Blick auf einen Stadtplan oder auch auf Google Maps zeigt gut den Verlauf des Walls rund um die historische Innenstadt und zeigt auch viele angrenzende heute unbebaute Grünflächen. Kleine Oasen. Gut so, denn der Autoverkehr muss ja irgendwo hin, wenn die Innenstadt autofrei ist, und so brummt es auf dem Wallring inklusive ÖPNV.

Oldenburg - antifaschistische Gedenkstätte

Auch das gehört zur Geschichte Oldenburgs: Erinnerungstätte zum Gedenken der Opfer des nationalsozialistischen Terrors an der Peterstraße

 

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Weitere Informationen

Tourismus Oldenburg
Lange Straße 3
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 - 36161366
E-Mail: info@oldenburg-tourist.de
Öffnungszeiten der Oldenburg-Info im Lappan: Montag - Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag 10 - 16 Uhr
www.oldenburg-tourismus.de

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Damm 1
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570400
Fax: 0441 - 40570409
E-Mail: info@landesmuseum-ol.de
www.landesmuseum-ol.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen, Feiertage laut Website
Standorte:
Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Prinzenpalais, Damm 1, 26135 Oldenburg
Augusteum, Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-46
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570300
E-Mail: museum@naturundmensch.de
www.naturundmensch.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352881
Fax: 0441 - 2353145
www.stadtmuseum-oldenburg.de
Das Museum ist für Abriss und Neubau bis auf weiteres geschlossen: www.museum-findet-stadt.de

Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352885
E-Mail: info@horst-janssen-museum.de
www.horst-janssen-museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

 

Cuxhaven - ein Tagesausflug

Als "ihren Hausstrand" sehen viele Bremerinnen und Bremer die Seebäder Cuxhavens. Die Seestadt an der Elbmündung ist von Bremen aus mit dem Auto über die A27 sehr gut erreichbar, denn die führt an Bremen und Bremerhaven vorbei und endet in Cuxhaven. Mit dem Zug dauert die Fahrt mit Umstieg in Bremerhaven etwas länger. Aber auch in der Nebensaison ist Cuxhaven mit seinen Seebädern für einen Ausflug gut z. B. mit dem Fahrrad.
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Cuxhaven - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Helgoland - ein Tagesausflug

Deutschlands einzige vermeintliche Hochseeinsel ist jedes Jahr Ziel Tausender Besucher, die meisten davon Tagestouristen in den wärmeren Monaten. Und ja, zugegeben, Helgoland liegt nicht soooo ganz unmittelbar im Umland Bremens. Aber sie ist als Tagesausflug von Bremerhaven zu erreichen, weshalb wir mal vorbei geschaut haben.
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Helgoland - Bremen sehenswert

 

Die ostfriesische Insel Wangerooge

Unter den bewohnten ostfriesischen Inseln ist Wangerooge mit 7,94 km² nach Baltrum die zweitkleinste und autofrei, was einen Ortsbummel im Vergleich zu manch anderer Insel deutlich angenehmer macht, zumal die Entfernungen durchaus per pedes bewältigt werden können. Vom kleinen Bahnhof ist man denn auch nach wenigen Schritten mitten im Ort und steht schnell vor dem unübersehbaren Alten Leuchtturm, der heute das Inselmuseum beherbergt. Von 1856 bis 1969 war das Leuchtfeuer als Seefahrtszeichen in Betrieb und wies den Schiffen den Weg. Wie weit es sichtbar war, wird deutlich, wenn man die 149 Stufen hinauf zum Lampenraum erklimmt, von wo man hinaus auf die umlaufende Galerie treten kann und mit einem weiten Blick über die Insel und die Nordsee belohnt wird.
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Wangerooge

 

Wilhelmshaven - Seestadt am Jadebusen

Wilhelmshaven ohne Marine zu denken ist kaum möglich, zumal sich die Stadt erst nach dem Bau eines Marinestützpunktes im 19. Jahrhundert entwickelt hat und die Bundeswehr auch heute hier noch einen großen Stützpunkt mit mehreren Geschwadern unterhält. Dennoch gibt es auch viel anderes zu entdecken in der Hafenstadt.
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Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven

 

 

 

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