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Bremen sehenswertOldenburg [Oldb] (3/5)

 

Wo ein Schlossgarten, da ein Schloss, richtig? Nicht unbedingt, aber da Oldenburg von Bombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg nahezu gänzlich verschont geblieben ist, können die Oldenburger*innen heute auf ein solches blicken, wie auch die Stadtbesucher*innen.

Oldenburg - Schloss Frontansicht

Blick vom Schlossplatz auf das Schloss

Den Bau und die angrenzenden damit im Zusammenhang stehenden Gebäude rund um den Schlossplatz kann man durchaus als ein Highlight der Innenstadt Oldenburgs bezeichnen, ebenso auch den angrenzenden Rathausplatz.

„Früher war mehr Lametta!“, heißt es in einem Sketch von Loriot aus dem Jahre 1976, für das Schloss gilt: „früher war mehr Burg.“ Und das wohl schon um 1100, durch eine Erwähnung gesichert aber im Jahr 1275. 48 Jahre später wurde sogar ein Wehrturm, der sogenannte Bergfried, erwähnt. Im darauffolgenden Jahrhundert wurde die Burg weiter befestigt und erhielt einen Ringgraben, was sie zu einer Wasserburg machte. Die Anlage wurde im Laufe der Zeit immer wieder verändert und wegen Baufälligkeit renoviert. Als Niederungsburg hatte sie zudem noch mit dem morastigem Untergrund zu kämpfen, wie man ihn an Flußläufen, eben in Niederungen, häufiger hat, sodass der Bergfried Anfang des 17. Jahrhunderts wieder abgerissen werden musste, weil er in Schieflage geraten war.

Oldenburg - Vase von Högl am Schloss

Franz Anton Högl entwarf nicht nur die Schlosswache, sondern auch diese Vase am Schlossplatz, büschen dröge (etwas langweilig) ohne frische Blumen

Von Schutzwällen usw. ist heute nichts mehr zu sehen. In dem ältesten Teil des heutigen Schlosses residierte von 1607 bis zu seinem Tod im Jahr 1667 der Graf Anton Günther von Oldenburg. In seiner Amtszeit hatte der Herrscher es tatsächlich vermocht, seine Grafschaften aus dem von 1618 an ganze Landstriche verheerenden Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten.

Oldenburg - Schloss, Schlosswache, St. Lambertikirche

Deutlich sichtbar unterscheiden sich Teile des Schlosses architektonisch

Einer seiner Nachfolger, Herzog Peter Friedrich Ludwig, ließ ab 1817 einen klassizistischen Flügel mit Räumlichkeiten für die Bibliothek und die Hofküche anbauen und zwei Unterstände (Remisen) für Wagen und Kutschen errichten. Außerdem wurden die Innenräume des Schlosses modernisiert. Nachdem im Jahr 1894 ein 1744 unter damaliger dänischer Herrschaft für die Landesverwaltung angebauter Annex, der „Kanzleiflügel“, abgerissen werden musste, erhielt das Schloss im Anschluss seine heutige Form und Ansicht. Nach Plänen des Architekten Ludwig Klingenberg, der u. a. auch das Gebäude des Landgerichts in Bremen an der Domsheide entwarf, entstand ein Flügel, der sich stilistisch an den bestehenden Anton-Günther-Flügel anfügte. Den großen Neorenaissance-Saal, der das Innere des Schlossflügels dominiert, bereicherte der Maler und Dichter Arthur Fitger mit mehreren Deckengemälden. Er starb 1909 im heute als Stadtteil zu Bremen gehörenden Horn und wurde auf dem Riensberger Friedhof beigesetzt, wo bis heute sein Grabmal zu finden ist.

Oldenburg - Bronze-Skulptur am Schloss

Kunst nicht im, sondern am Schloss

Der schmucke äußere Eindruck des Renaissance-Schlosses mit Rokokoelemente an der Fassade, setzt sich in den Innenräumen fort. Nicht nur, dass mehrere repräsentative Räume in ihrer historischen Ausstattung mit Kunstobjekten und Gemälden erhalten sind, ist das Schloss seit 1923 Sitz des „Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg“. Neben den historischen Räumen zeigt das Museum an diesem Standort auch etwa 800 kulturgeschichtliche Exponate und eine Sammlung von kunstgewerblichen Objekten, darunter auch die aus den Beständen des ehemaligen Kunstgewerbemuseums.

Oldenburg - Prinzenpalais

Das Prinzenpalais, salopp formuliert eine "feudale Hütte für ein paar Jungspunde"

Zu den weiteren Standorten des Landesmuseums gehören das in Sichtweite gelegene zweigeschossige klassizistische Prinzenpalais, das Herzog Peter Friedrich Ludwig zwischen 1821 und 1826 für seine Enkel errichten ließ, daher auch der Name. Sowie, ebenfalls in Sichtweite, das Augusteum (1867) an der Mühlenhunte, das heute in der „Galerie Alte Meister“ Werke europäischer Maler vom 15. bis 18. Jahrhundert zeigt.

Oldenburg - Augusteum

Eingangsportal des Augusteums. Langweilt sich da jemand auf ihrem Sockel (rechts im Bild)? Ok, "Alte Meister" sind sicher nicht everbody's favorite

Drei Häuser für ein Landesmuseum? Das ist ja mal eine opulente Ausstattung. Da nimmt sich das Focke-Museum als Pendant in der größeren Nachbarstadt Bremen doch deutlich bescheidener aus - zumindest räumlich. Aber dort gab es auch keine kunstliebenden Herzöge und Großherzöge.

Oldenburg - Schlosswache am Schlossplatz

Die Schlosswache an der (ehemaligen) Grenze von der Schlossfreiheit zur bürgerlichen Stadt, im Hintergrund die St. Lambertikirche

Von den drei historischen Gebäuden am dem Schloss gegenüberliegenden Rand des Schlossplatzes sticht die Schlosswache deutlich hervor. Der 1839 errichtete zweigeschossige Bau diente der Bewachung des Schlosses und wurde auch Hauptwache genannt. Wie in den anderen Wachen an den Stadttoren war hier Militär stationiert. Bei näherer Betrachtung sieht man im Giebelfeld des Portikus mit vier dorischen Säulen ein Relief von Franz Anton Högl, das die militärische Nutzung wiederspiegelt und an die Niederlage Napoleons erinnern soll.

Oldenburg - 1817 und 1818 gebautes ehemaliges Regierungsgebäude und das ehemalige Konsistorialgebäude des landesherrlichen Kirchenregiments

Die Statue von Herzog Peter Friedrich Ludwig vor klassizistischen Bauten

Bei den benachbarten beiden Gebäuden handelt es sich um ein zwischen 1817 und 1818 gebautes ehemaliges Regierungsgebäude und das ehemalige Konsistorialgebäude des landesherrlichen Kirchenregiments (1846-1847).

Alle Gebäude stehen an der Grenze zwischen Schlossfreiheit und den Wohn- und Arbeitsquartieren der bürgerlichen Stadt.

 

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Weitere Informationen

Tourismus Oldenburg
Lange Straße 3
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 - 36161366
E-Mail: info@oldenburg-tourist.de
Öffnungszeiten der Oldenburg-Info im Lappan: Montag - Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag 10 - 16 Uhr
www.oldenburg-tourismus.de

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Damm 1
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570400
Fax: 0441 - 40570409
E-Mail: info@landesmuseum-ol.de
www.landesmuseum-ol.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen, Feiertage laut Website
Standorte:
Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Prinzenpalais, Damm 1, 26135 Oldenburg
Augusteum, Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-46
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570300
E-Mail: museum@naturundmensch.de
www.naturundmensch.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352881
Fax: 0441 - 2353145
www.stadtmuseum-oldenburg.de
Das Museum ist für Abriss und Neubau bis auf weiteres geschlossen: www.museum-findet-stadt.de

Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352885
E-Mail: info@horst-janssen-museum.de
www.horst-janssen-museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

 

Cuxhaven - ein Tagesausflug

Als "ihren Hausstrand" sehen viele Bremerinnen und Bremer die Seebäder Cuxhavens. Die Seestadt an der Elbmündung ist von Bremen aus mit dem Auto über die A27 sehr gut erreichbar, denn die führt an Bremen und Bremerhaven vorbei und endet in Cuxhaven. Mit dem Zug dauert die Fahrt mit Umstieg in Bremerhaven etwas länger. Aber auch in der Nebensaison ist Cuxhaven mit seinen Seebädern für einen Ausflug gut z. B. mit dem Fahrrad.
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Cuxhaven - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Helgoland - ein Tagesausflug

Deutschlands einzige vermeintliche Hochseeinsel ist jedes Jahr Ziel Tausender Besucher, die meisten davon Tagestouristen in den wärmeren Monaten. Und ja, zugegeben, Helgoland liegt nicht soooo ganz unmittelbar im Umland Bremens. Aber sie ist als Tagesausflug von Bremerhaven zu erreichen, weshalb wir mal vorbei geschaut haben.
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Helgoland - Bremen sehenswert

 

Die ostfriesische Insel Wangerooge

Unter den bewohnten ostfriesischen Inseln ist Wangerooge mit 7,94 km² nach Baltrum die zweitkleinste und autofrei, was einen Ortsbummel im Vergleich zu manch anderer Insel deutlich angenehmer macht, zumal die Entfernungen durchaus per pedes bewältigt werden können. Vom kleinen Bahnhof ist man denn auch nach wenigen Schritten mitten im Ort und steht schnell vor dem unübersehbaren Alten Leuchtturm, der heute das Inselmuseum beherbergt. Von 1856 bis 1969 war das Leuchtfeuer als Seefahrtszeichen in Betrieb und wies den Schiffen den Weg. Wie weit es sichtbar war, wird deutlich, wenn man die 149 Stufen hinauf zum Lampenraum erklimmt, von wo man hinaus auf die umlaufende Galerie treten kann und mit einem weiten Blick über die Insel und die Nordsee belohnt wird.
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Wangerooge

 

Brake & die Flussinsel Harriersand

Kaum dass im Frühling die Sonne lacht und die Temperaturen an der 20-Grad-Marke kratzen, treibt es viele Norddeutsche an die Nordseeküste ans Wasser. Hauptsache Strand zum in der Sonne liegen und Sand zum Buddeln und Burgen bauen für den Nachwuchs. So zieht es auch viele Bremerinnen und Bremer an den warmen Wochenenden auf die Autobahn gen Norden, mit Sack und Pack und Picknickkorb gerüstet für einen Tag Strandurlaub. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn der nächste Strand gleich um die Ecke liegt, wie ein Besuch in Brake und auf Harriersand zeigt.
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Brake und Harriersand - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven Überseehafen

Zu dem Alten Hafen, dem heutigen Museumshafen und ersten, der angelegt worden war, später kamen weitere Häfen hinzu. Angrenzend an den Neuen Hafen erstreckt sich mit dem Kaiserhafen Eins das erste von einer Reihe weiterer Hafenbecken. Schon ein Blick in diesen ersten Teil des weitläufigen Hafenareals zeigt eine andere Welt der Seefahrt, die der großen Schiffe. Und noch größere werden wir an der fünf Kilometer langen Stromkaje sehen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Wilhelmshaven - Seestadt am Jadebusen

Wilhelmshaven ohne Marine zu denken ist kaum möglich, zumal sich die Stadt erst nach dem Bau eines Marinestützpunktes im 19. Jahrhundert entwickelt hat und die Bundeswehr auch heute hier noch einen großen Stützpunkt mit mehreren Geschwadern unterhält. Dennoch gibt es auch viel anderes zu entdecken in der Hafenstadt.
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Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven

 

 

 

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