Staatstheater in Oldenburg - Bremen sehenswert

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Bremen sehenswertOldenburg [Oldb] (5/5)

 

Oldenburg - Degodehaus

Das Degodehaus

Nur eine Straßenecke weiter (Markt / Kleine Kirchenstraße) ist das Degodehaus ein schicker Anblick. Es ist eines der wenigen Häuser, die den am 27. Juli 1676 durch drei eingeschlagene Blitze ausgelösten infernalen Stadtbrand überstanden haben. Das nach einer Datierung in einem Querbalken in der Hausfront 1502 von Christopher Stindt als für das Spätmittelalter typisches Wohndielenhaus erbaute Gebäude, ist das letzte Patrizierhaus der Stadt. Diese Mitglieder aus den Oberschichten vieler mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Städte waren zumeist nicht nur sehr wohlhabend, sondern politisch auch einflussreich.

Oldenburg - Degodehaus

Details des Degodehauses

Das heutige Erscheinungsbild des Hauses ist - wieder - auf den Grafen Anton Günther zurückzuführen, der 1617 einen Umbau in Auftrag gab und das Haus anschließend zur Hochzeit seinem Gesandten und Mitglied des Geheimen Rates der Grafschaft, Mylius von Gnadenfeld, als Geschenk überließ. Der ließ 1645 im Haus eine Holzdecke mit einer allegorischen Darstellung der damals bekannten Welt mit den Kontinenten Afrika, Amerika, Asien und Europa bemalen, die erst 1992 unter einer später darauf aufgebrachten Schicht Farbe wieder zum Vorschein kam und schließlich freigelegt wurde. Zu einem Kaufmannshaus wurde das Degodehaus erst im 19. Jahrhundert. Der Name des Hauses geht auf den Kaufmann Wilhelm Degode aus Jever zurück, der das Haus mitsamt Geschäft 1860 kaufte. Zwei Jahre später erblickte dort der bekannte Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule, Georg Wilhelm Degode, das Licht der Welt.

Bei einem weiteren Streifzug durch die Fußgängerzone kann man abgehend von den Hauptwegen immer wieder kleine Gassen mit individuellen Geschäften und kleinen Cafés entdecken, wie etwa die Bergstraße.

Oldenburg - Bergstraße

Blick in die Bergstraße

An der Ecke Lange Straße und Lappan steht man oder auch frau vor dem ältesten Turm und dem Wahrzeichen Oldenburgs: dem Lappan. Er wurde in den Jahren 1467 und ’68 gebaut und diente danach als Glockenturm der 1394 erbauten Heilig-Geist-Kirche an die der in der Grundfläche quadratische Backsteinbau „angelappt“, also angebaut, wurde, daher auch der Name. An die Kirche erinnert noch der Heiligengeistwall, der fast nebenan in die Staulinie übergehend, den Autoverkehr um die Innenstadt führt. Mit der Reformation verlor die Kirche ihre Bestimmung, erfuhr eine andere Nutzung, und der Turm wurde zu einem Wachtturm, dessen Bewohnern es verpflichtend oblag, die Turmuhr vor dem Stillstand zu bewahren und dreimal am Tag jeweils zu den Gottesdiensten der Stadtkircken die Glocke zu läuten.

Oldenburg - Lappan - Glockenturm

Lappan

Das müssen die Angestellten der Touristinfo natürlich nicht, die heute in dem Turm anzutreffen sind. Nach dem großen Stadtbrand hat der stark beschädigte Turm eine neue Haube bekommen. Die ursprüngliche gotische wurde 1709 durch eine mehrfach geschwungene, eine sogenannte „welsche“, Haube ersetzt. Der kupfergedeckte Aufbau ragt schlank und spitz zulaufend in den Himmel und trägt auch heute noch eine Uhr. Aber Zeit wird vielleicht auch relativ, wenn man oder frau hier auf einem Bummel unterwegs ist.

Oldenburg - Staatstheater

Immer etwas los auf der Bühne und vor dem Haus, mal laut und mal leise: das Staatstheater

Wer die ruhige Fußgängerzone verlässt und sich über den vielbefahrenen Wallring „wagt“, kann an verschiedenen Stellen weitere „Entdeckungen“ machen. Hinter dem neobarocken Staatstheater, eröffnet 1893, erstreckt sich z. B. der Cäcilienplatz, benannt nach Cäcilie von Oldenburg, die 1844 als Prinzessin von Schweden und Großherzogin von Oldenburg in der niedersächsischen Stadt starb. In der Grünanlage wird mit Bronzebüsten zweier Menschen gedacht, die in Oldenburg geboren wurden, der Politikerin, Pädagogin und Frauenrechtlerin Helene Lange (Büste von Udo Reimann, 1995) und dem Psychiater und Philosophen Karl Theodor Jaspers (Büste von Christa Baumgärtel, 1983). Beide wurden durch ihre Arbeiten überregional bekannt.

Oldenburg - Büste von Karl Theodor Jaspers am Cäcilienplatz

Büste von Karl Theodor Jaspers

Hm, ja, alle tot. Das ist Horst Janssen seit August 1995 zwar auch, aber die Werke des Zeichners und Grafikers, der in Oldenburg aufwuchs und nach einem Leben in Hamburg hier auch seine letzte Ruhe fand, sind noch höchst lebendig im Horst-Janssen-Museum nur einen Steinwurf vom Lappan entfernt zu sehen.

Oldenburg - Horst-Janssen-Museum

Horst-Janssen-Museum

Wer nach Schloßgarten usw. mehr Lust auf Botanik hat, sollte einen Abstecher zum etwas außerhalb des Innenstadtkerns gelegenen Botanischen Garten machen. Die Ursprünge der heute 3,7 Hektar großen Anlage gehen auf das Jahr 1882 zurück. Seit 1976 ist der Botanische Garten der Universität angegliedert. Öffentlich zugänglich ist allerdings „nur“ der Anlagenteil am Philosophenweg. Was den Botanischen Garten in Oldenburg besonders macht, sind die Tiere, speziell Vögel, die dort gehalten werden.

Oldenburg - Botanik

Grünkohl? Nein, kein Grünkohl, den gibt es hier

Und sonst? Ach, ja, der Grünkohl. Niedersachsen ist ein über weite Flächen agrarisch geprägtes Bundesland. Neben Spargel und Kartoffeln wächst hier auch u. a. der Grünkohl, der im Herbst erntereif ist und nicht nur die heimische Küche in Privathaushalten bereichert, sondern in Form von Kohltouren auch über die Wintermonate für vergnügliche Ausflüge mit deftiger Kost und zumeist reichlich Alkohol sorgt. Soweit so gut, wenn es denn nicht den - mal ernst, mal weniger ernst geführten - Streit zwischen Bremen und Oldenburg darüber geben würde, welche denn nun die Grünkohlhauptstadt ist. Auch wenn das Ergebnis bislang noch offen ist, ist es ebenso wie Knipp ein kulinarischer Tipp für regionale Küche. Allerdings nicht für vegetarisch oder vegan lebende Menschen.

Oldenburg - Schlösser an einem Brückengeländer

Viele Liebesbeweise

 

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Weitere Informationen

Tourismus Oldenburg
Lange Straße 3
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 - 36161366
E-Mail: info@oldenburg-tourist.de
Öffnungszeiten der Oldenburg-Info im Lappan: Montag - Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag 10 - 16 Uhr
www.oldenburg-tourismus.de

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Damm 1
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570400
Fax: 0441 - 40570409
E-Mail: info@landesmuseum-ol.de
www.landesmuseum-ol.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen, Feiertage laut Website
Standorte:
Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Prinzenpalais, Damm 1, 26135 Oldenburg
Augusteum, Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-46
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570300
E-Mail: museum@naturundmensch.de
www.naturundmensch.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352881
Fax: 0441 - 2353145
www.stadtmuseum-oldenburg.de
Das Museum ist für Abriss und Neubau bis auf weiteres geschlossen: www.museum-findet-stadt.de

Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352885
E-Mail: info@horst-janssen-museum.de
www.horst-janssen-museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

 

Cuxhaven - ein Tagesausflug

Als "ihren Hausstrand" sehen viele Bremerinnen und Bremer die Seebäder Cuxhavens. Die Seestadt an der Elbmündung ist von Bremen aus mit dem Auto über die A27 sehr gut erreichbar, denn die führt an Bremen und Bremerhaven vorbei und endet in Cuxhaven. Mit dem Zug dauert die Fahrt mit Umstieg in Bremerhaven etwas länger. Aber auch in der Nebensaison ist Cuxhaven mit seinen Seebädern für einen Ausflug gut z. B. mit dem Fahrrad.
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Cuxhaven - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Helgoland - ein Tagesausflug

Deutschlands einzige vermeintliche Hochseeinsel ist jedes Jahr Ziel Tausender Besucher, die meisten davon Tagestouristen in den wärmeren Monaten. Und ja, zugegeben, Helgoland liegt nicht soooo ganz unmittelbar im Umland Bremens. Aber sie ist als Tagesausflug von Bremerhaven zu erreichen, weshalb wir mal vorbei geschaut haben.
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Helgoland - Bremen sehenswert

 

Die ostfriesische Insel Wangerooge

Unter den bewohnten ostfriesischen Inseln ist Wangerooge mit 7,94 km² nach Baltrum die zweitkleinste und autofrei, was einen Ortsbummel im Vergleich zu manch anderer Insel deutlich angenehmer macht, zumal die Entfernungen durchaus per pedes bewältigt werden können. Vom kleinen Bahnhof ist man denn auch nach wenigen Schritten mitten im Ort und steht schnell vor dem unübersehbaren Alten Leuchtturm, der heute das Inselmuseum beherbergt. Von 1856 bis 1969 war das Leuchtfeuer als Seefahrtszeichen in Betrieb und wies den Schiffen den Weg. Wie weit es sichtbar war, wird deutlich, wenn man die 149 Stufen hinauf zum Lampenraum erklimmt, von wo man hinaus auf die umlaufende Galerie treten kann und mit einem weiten Blick über die Insel und die Nordsee belohnt wird.
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Wangerooge

 

Weserfahrt Bremen - Bremerhaven

Natürlich kann man für einen Besuch Bremerhavens von Bremen aus das Auto nehmen oder man steigt am Hauptbahnhof in den Regionalzug. Aber bei entsprechendem Wetter und der nötigen Zeit ist es interessanter, die Strecke auf der Weser zurückzulegen. Hal över bedient die Verbindung von Mai bis September. Das Schiff startet ab dem innenstadtnahen Martinianleger an der Schlachte.
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Mit dem Schiff von Bremen nach Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Brake & die Flussinsel Harriersand

Kaum dass im Frühling die Sonne lacht und die Temperaturen an der 20-Grad-Marke kratzen, treibt es viele Norddeutsche an die Nordseeküste ans Wasser. Hauptsache Strand zum in der Sonne liegen und Sand zum Buddeln und Burgen bauen für den Nachwuchs. So zieht es auch viele Bremerinnen und Bremer an den warmen Wochenenden auf die Autobahn gen Norden, mit Sack und Pack und Picknickkorb gerüstet für einen Tag Strandurlaub. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn der nächste Strand gleich um die Ecke liegt, wie ein Besuch in Brake und auf Harriersand zeigt.
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Brake und Harriersand - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven Überseehafen

Zu dem Alten Hafen, dem heutigen Museumshafen und ersten, der angelegt worden war, später kamen weitere Häfen hinzu. Angrenzend an den Neuen Hafen erstreckt sich mit dem Kaiserhafen Eins das erste von einer Reihe weiterer Hafenbecken. Schon ein Blick in diesen ersten Teil des weitläufigen Hafenareals zeigt eine andere Welt der Seefahrt, die der großen Schiffe. Und noch größere werden wir an der fünf Kilometer langen Stromkaje sehen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Wilhelmshaven - Seestadt am Jadebusen

Wilhelmshaven ohne Marine zu denken ist kaum möglich, zumal sich die Stadt erst nach dem Bau eines Marinestützpunktes im 19. Jahrhundert entwickelt hat und die Bundeswehr auch heute hier noch einen großen Stützpunkt mit mehreren Geschwadern unterhält. Dennoch gibt es auch viel anderes zu entdecken in der Hafenstadt.
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Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven

 

 

 

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