

Reisetipps für weiter entfernt gelegene Ziele von der Hansestadt Bremen
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An einem Strandaufgang
Zwischen Lübeck und Wismar, etwa auf der Höhe von Grevesmühlen, liegt das Ostseebad Boltenhagen. Schon zu DDR-Zeiten war der Ort mit seinem langen Sandstrand ein beliebtes Ziel und als „Bad der Werktätigen“ bekannt. Nachdem 1961 die Mauer errichtet worden war und die DDR sich immer mehr gegenüber dem Westen abschottete, wurde auch der Küstenstreifen, in dem Boltenhagen liegt, zum Grenzgebiet erklärt und militärisch überwacht. Dennoch versuchten immer wieder DDR-Bürgerinnen und -Bürger unter anderem auch von Boltenhagen aus die Flucht über die Ostsee, mindestens 174 bezahlten bis zum Mauerfall im September 1989 und dem Ende des Regimes ihren Weg in die Freiheit mit ihrem Leben.

Ketten und Schlösser an der Seebrücke
Damit heute in den Fluten der Bucht niemand das eigene Leben verliert, haben viele zumeist junge Augen der ehrenamtlichen Rettungskräfte der DLRG, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft, an mehreren Stationen einen wachsamen Blick auf das Geschehen im salzigen Nass, aber auch am Strand.

Fischrestaurant hinter der Dünenpromenade
Auch wenn sich der Tidenhub bemerkbar macht, bleiben gefährliche Strömungen bei ruhiger See weitgehend aus. Der sandige Meeresboden fällt in einem breiten Uferbereich der gesamten Bucht flach ab, sodass es ideale Badebedingungen besonders für Familien mit Kindern gibt.

Blick auf den Strand
Wer naturbelassene und vergleichsweise einsame Strandabschnitte sucht, wird in Boltenhagen allerdings eher nicht fündig. Dafür gibt es Annehmlichkeiten wie Toiletten, Verkaufsstellen mit Eis, Getränken, Snacks und mehr hinter oder sogar auf der Hochwasserschutzdüne. Denn an vielen der zahlreichen roten Holzbuden an den Strandaufgängen an der Dünenpromenade kann man außer Strandkörbe zu mieten, mitunter Kleinigkeiten kaufen, wie Heiß- und Kaltgetränke, Souvenirs oder auch gebrauchte Bücher.

So kann man es auch nennen
Apropos Dünenpromenade: Die wurde zwischen 2019 und 2021 unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie der EU für 6,1 Millionen Euro errichtet. Ein durchaus gelungenes Projekt, von der Idee bis zur praktischen Umsetzung. Der recht breite holzgedeckte Fußweg auf Stelzen erstreckt sich parallel zum Strand am Übergang von der Dünenvegetation mit ihren Gräsern zur Küstenvegetation mit vielen Laubbäumen. Von der leicht erhöhten Lage hat man einen unverstellten Blick auf Strand und offene Ostsee. Viele und bei schönem Wetter gerne genutzte Sitzbänke haben die Planenden sinnigerweise gleich mitgedacht und auch aufstellen lassen.

Auf der Dünenpromenade mit einer der zahlreichen DLRG-Stationen (links) und einer Strandkorbvermietung (rechts)
Zwar dürfen Radfahrende die Promenade nicht nutzen, aber es bleibt ein breiter autofreier ungepflasterter, dennoch gut befahrbarer Weg am Fuß der Dünenpromenade auf der Landseite, der sich ebenfalls entlang fast der gesamten Bucht erstreckt. Bedingt durch den alten Baumbestand ist es hier natürlich etwas schattiger, was beim Radeln vielleicht mitunter aber auch ganz angenehm ist, vor allem, wenn im Sommer die Sonne vom wolkenlosen Himmel brezelt. Außerdem laden zahlreiche verlockende Angebote kulinarischer Art in flüssiger und fester Form zum Stopp und kurzen Aufenthalt ein.

Café hinter der Dünenpromenade
Ob am Strand, auf der Dünenpromenade oder auf dem gerade beschriebenen Weg auf der Landseite, wer mehr als ein paar hundert Meter zurücklegt, kommt nahezu unweigerlich an der Seebrücke vorbei. Die 290 Meter lange Konstruktion ragt seit Dezember 1992 nach gut einjähriger Bauzeit in die Ostsee und ist, wie wohl fast jede Seebrücke an der deutschen Ostseeküste, ein bei Besuchenden beliebter Ort.

Auf dem Brückenkopf der Seebrücke
Verweilen mit Blick auf die Küste aus etwas größerer Entfernung oder mit Blick auf die weite Ostsee und die großen Fährschiffe am Horizont, die zwischen Travemünde und Skandinavien verkehren. Die zu Lübeck gehörende Hafenstadt liegt nur knapp 23 Kilometer Luftlinie von dem Urlaubsort entfernt und ist, nebenbei bemerkt, ein gutes Ziel für einen Ausflug.

Kupfer zu Kupfer: Offenbar ist es eine beliebte Beschäftigung Kupfermünzen so zu werfen, dass sie auf der Kupferabdeckung dieser Dalbe an der Seebrücke liegenbleiben. Die Anzahl der Münzen variiert.
Auf der Landseite ist man auf der Verlängerung der Seebrücke schon in der Innenstadt Boltenhagens und landet zunächst im Kurpark mit Pavillons, Kurparkbühne mit Springbrunnen, Trinkkurhalle sowie dem charakteristischen Kurhaus mit etwas Abstand direkt an der Hauptstraße. Das Kurhaus wurde im Jahr 2000 erbaut, ist allerdings heute kein solches mehr, sondern beherbergt die Tourist-Information. Angesichts seines 200-jährigen Jubiläums wurde der Park mit seinen Bauten zur heutigen Form und mit Blumenrabatten umgestaltet.

Kurhaus
Ein Ort der Ruhe ist der Park wohl nur in den Wintermonaten, denn direkt daran vorbei führt die autoverkehrsfreie Bummelmeile mit Geschäften, Shops, Fastfood-Angeboten, Cafés und Restaurants sowie Ferienunterkünften und einer kreativ designten Minigolfanlage. Entsprechend viele Menschen, vermutlich vornehmlich Gäste, tummeln sich auf den Wegen.

Der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter verbrachte mehrmals in den Jahren zwischen 1850 und 1858 Zeit in Boltenhagen
Ein Ort der Ruhe ist dagegen die kleine Evangelische Kirche zur Paulshöhe. Die Benennung ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die heute denkmalgeschützte Backsteinkirche steht seit 1873 auf dem Ende einer Düne und liegt etwas höher, als die Bauten um sie herum. Aus dem Jahr erhalten geblieben ist in der eher einfach ausgestatteten Kirche das Altargemälde, das die Kreuzigungsszene zeigt.

In der Kirche zur Paulshöhe
Die Geschichte der Kirche und des ehemaligen Bauerndorfes Boltenhagen hätte aus heutiger Sicht auch eine andere werden können, denn ungünstige starke Windkonstellationen sorgten in der Nacht vom 12. auf den 13. November 1872 für hohe Wasserstandspegel, die in das schwerste bekannte Ostseesturmhochwasser mit Wellenhöhen bis zu fünfeinhalb Metern mündeten.

Erinnerung an ein Naturereignis
271 Menschen und 10.000 Haus- und Nutztiere kamen damals nur an der deutschen Küste ums Leben. Tausende Häuser wurden zerstört und machten Menschen bei eisigen Temperaturen mit fallendem Schnee und Hagel obdachlos. Auch Boltenhagen blieb nicht verschont, wie durch ein Wunder verlor hier aber kein Mensch sein Leben. Auch dieses Ereignis ist mit dem Wirken des Pastors Johann Joachim Hartwig Meyer aus Wismar verbunden, der in der Not Hilfe organisierte. Ein Gedenkstein von 1880 erinnert neben der Kirche an sein Wirken, nicht nur in jenen schweren Stunden, sondern darüber hinaus als Förderer des Ortes Boltenhagen. 1830 hatte er erstmals dort an der Küste Urlaub gemacht, sah das Potenzial und begann die Entwicklung des Ortes in touristischer Hinsicht zu beschleunigen. 50 Jahre später dankten es ihm die Bewohnenden Boltenhagens mit besagtem Stein mit Inschrift.
Und nach wie vor bringt der Tourismus Geld in die Stadt, das die Stadt auch gut investiert. Viele regelmäßig geleerte Abfallentsorgungsbehältnisse sorgen dafür, dass Müll dort landet, wo er hingehört. Aber das ist nur ein Beispiel.

Eine Bank in Gedenken an Renate Tinz, die viele Jahre in Boltenhagen Urlaub machte. Das Werk stammt von Sven Eggers aus Mallentin, der vorzugsweise mit der Kettensäge arbeitet.
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„Der echte Norden“, eben damit wirbt das nördlichste Bundesland zurecht für seine ganz eigenen anderen Reize. Und wenn unter anderem die frische Luft als „Das Beste am Norden“ medienwirksam beworben wird, kann man dem vor Ort nur zustimmen. Frisch weht es an der Ostsee an der Ostküste sowie an der Nordsee an der Westküste und dazwischen liegen rund 70 Kilometer plattes dünn besiedeltes Land. Mit knapp 100.000 Menschen ist Flensburg nach der Landeshauptstadt Kiel und Lübeck - der Perle der Hanse - die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins.
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Active holiday featuring cycling and hiking
Enjoy an active holiday featuring cycling and hiking along the Baltic coast in Mönchgut on the island of Rügen. Long sandy beaches, rolling hills, and lush forests provide a varied and beautiful setting for your getaway. Often, the only thing breaking the peace is the distant whistle of the historic 'Rasender Roland' steam train. Despite its name (which suggests something "racing" or fast), it’s actually quite the opposite. A journey by train is simply part of the holiday experience.
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A travel guide
A mini-guide through the Hanseatic city of Rostock and its beautiful beach destination, Warnemünde. Home to one of the oldest universities in the Baltic region, the city boasts a rich history. Join us on a tour of discovery.
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The Hanseatic City on the Baltic Sea and its UNESCO World Heritage
The World Heritage House is a building with a stone front house and an attached timber-framed Kemladen on a foundation of loose fieldstones from a medieval predecessor building. This beautifully restored small building complex visually illustrates and provides information via text panels about the lives of past generations in the hall houses typical for Wismar, along with their outbuildings. Additionally, there is extensive information about the city’s history and numerous protected buildings in the old town - there are 1,754 in total, with 306 designated as individual monuments. In the old town, one is right in the middle of Wismar’s UNESCO World Heritage Site.
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Schönberger Strand and sea and more
Can you walk or ride a bike from Brasilien (Brazil) to Kalifornien (California) in just a few minutes, always with a view of the water? No, not with your finger on the globe or map, but in person. You’ll have to forgo Copacabana and the Sunset Strip with the Angels in Los Angeles (Spanish for "The Angels"). Instead, you get Germany’s "True North" with all its bright sides. Of course, there are sometimes shadows here too, but they belong only on the margins of this story.
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The North Sea spa town of Büsum
Once an island, Büsum was repeatedly threatened by the "Blanken Hans". When the greatest flood of the last century struck in 1962, Büsum was already long connected to the mainland - since 1585. Today, this town of around 5,000 residents, part of the Dithmarschen district, is one of the most important holiday destinations along Schleswig-Holstein's North Sea coast. Since 1985, the sea in front of Büsum has been protected as the Schleswig-Holstein Wadden Sea National Park, and since 2009, it has also been listed as a UNESCO World Heritage Site.
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Where East Frisians make jokes and serious art thrives
What do Henri Nannen, the journalist and founder of the print magazine STERN, director Wolfgang Petersen (e.g., Das Boot), and comedians Karl Dall and Otto Waalkes have in common? They were all born in Emden. "The Men of the Emden" (a film) not necessarily, but that's a different story. And of course, women have also been born in this city of around 50,000 inhabitants, the largest in East Frisia, such as former boxing world champion Heidi Hartmann - naturally mentioned only as a representative of all others.
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At the north Sea
At first glance, one might get the impression that this North Sea resort is merely a transfer station for vacationers heading in droves to the islands. Not only do several ferry docks dominate the harbor, but large parking lots and multi-story garages belonging to the Frisia shipping company right behind the dike offer hundreds of parking spaces for island visitors who don’t want or can’t take their cars with them - Juist is car-free after all. But beyond that, Norddeich reveals itself as a far less hectic and manageably small coastal resort. In this state-recognized North Sea spa, tourism has only been promoted since the second half of the last century, apparently with success, as more than 1 million overnight stays per year show.
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Half-timbering, a false dome, and legendary lanterns
The skyline of Frankfurt, Germany's financial capital with its office towers in the banking district, is still within sight when the train to Darmstadt and Bensheim pulls into the small station of Heppenheim. In 2010, the city was on everyone’s lips after native son Sebastian Vettel left all competition behind in his Red Bull car and became the youngest Formula 1 double world champion of all time. In 2011, he added another title to his collection, as did he in 2012 and finally in 2013 for a fourth time. However, we are not following in Vettel’s footsteps but rather those of history in the picturesque old town with its timber-framed houses.
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Sights in the fjord city and a visit to Laboe
A good starting point for exploring the city today, decades after the end of the war, is the centrally located main train station. On Sophienblatt, the main street running in front of the building, all major bus lines converge, and many sights can also be easily reached on foot during a multi-hour stroll.
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