

Reisetipps für weiter entfernt gelegene Ziele von der Hansestadt Bremen
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Blick vom Wanderweg nach Travemünde vom Steilufer auf die Lübecker Bucht
Selbstverständlich können Besuchende auch den Bus etwa ab nahe der Seebrücke nach Travemünde nehmen, landschaftlich schöner ist aber ein Fußmarsch entlang eines der schönsten Steilufer Schleswig-Holsteins, wie es auf einer Infokarte am Wegesrand heißt. Tatsächlich umfasst das FFH(Flora, Fauna, Habitat)- und Vogelschutzgebiet „Ostseeküste am Brodtener Ufer“ aber nicht nur die Steilküste, sondern auch den Strand zwischen den beiden Orten und einen Teil der angrenzenden Ostsee.

Erfahren was man sieht
Die durch eiszeitliche Aktivitäten entstandene Steilküste wird ohne menschliche Eingriffe weitgehend sich selbst überlassen und verändert sich durch Abbrüche stetig. Das ist für Menschen am Strand durchaus vor allem bei wechselhaften Wetterverhältnissen nicht ungefährlich. Gleiches gilt für die streng geschützten Uferschwalben, die sich hier in großer Zahl angesiedelt und in den steilen Hängen zur Brutzeit ihre Nester haben. Dennoch ist es unbedingt reizvoll an diesem „ungeordneten“ Strand mit teils bizarren Landschaftsformationen zu wandern.

Auf eiszeitlichen Hinterlassenschaften unterwegs
Wer den Weg oben auf der Steilküste in sicherer Entfernung zur Abbruchkante nimmt, hat aus bis zu 20 Metern Höhe - höchster Punkt ist Hermannshöhe - einen schönen Blick über die Lübecker Bucht.

Ein vom Hochufer abgestürzter Baumstamm bleibt liegen und verändert sich mit der Witterung
Über mehr als 4 Kilometer erstreckt sich die teilweise bewaldete Landschaft bis der insgesamt gut ausgeschilderte Weg wieder auf Meeresniveau hinabführt und Wandernde die Mündung der Trave und Randbereiche von Travemünde erreichen. Wenn man genau ist, hat man eigentlich im und rund um das Dorf Brodten, nach dem der Uferbereich benannt ist, bereits einen Ortsteil von Travemünde unter den Füßen.
Travemünde

Von Niendorf aus dem Wald kommend, begrüßt Travemünde ankommende Besuchende mit einem kleinen Sandstrand mit Bademöglichkeit
Travemünde, die ursprüngliche Ansiedlung an der Flussmündung, kann auf eine Geschichte zurückblicken, die bis in das Jahr 1187 zurückreicht. Keine vierzig Jahre danach geriet der Ort durch die Vergabe von Rechten durch Kaiser Friedrich II. unter den Einfluss der rund 15 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Lübeck. Nochmals gut 100 Jahre später, 1329, wurde Travemünde schließlich fester Teil der freien Reichsstadt, die oft als „Königin der Hanse“ bezeichnet wird.

Zu Ehren des Herzogs von Sachsen und Baiern: Ein männlicher Löwe in Bronze auf einem Sockel mit Inschrift vor dem Dom der Stadt (rechts im Bild)
Dort ehrt man Heinrich den Löwen, Herzog von Sachsen und Baiern (kein Schreibfehler), als Wegbereiter des Christentums in der Region durch die Erhebung der Stadt zum Bischofssitz im Jahre 1159, was als Neugründung empfunden wurde. Er war es auch, der in Travemünde starke Befestigungsanlagen errichten ließ, die sich z. B. 1510 gegen kriegerische dänische Begehrlichkeiten erfolgreich behaupten konnten.

Junge Möwe in Travemünde, sie plündern sogar Strandtaschen mit Essbarem von Badenden
Moderneres Kriegsgerät machte aber auch hier Anlagen dieser Art überflüssig und so verschwanden sie 1807 aus dem Stadtbild. Besuchende wird es vielleicht gefreut haben, war Travemünde doch seit 1802 anerkanntes Seebad, das zweite an der Ostseeküste eines deutschen Staates, den es damals eigentlich als solchen noch gar nicht gab. Dessen Gründung lag noch einige Jahrzehnte in der Zukunft.
Aber zurück zur Gegenwart, und in der spielt der Tourismus nach wie vor eine der zentralen Rollen. Das wird bereits deutlich, wenn Wandernde - und so setzen wir die oben begonnene Story fort - aus dem bewaldeten Hochufer kommend das Ufer der Trave erreichen. Denn kurz danach beginnt die breite gepflasterte beleuchtete Promenade mit vielen Sitzgelegenheiten und Pflanzenkübeln.

Pflanzkübel auf der Promenade
Ist der direkte Uferbereich unterhalb der Promenade zunächst noch durch Beton und Steinbarrieren gegen die Gewalten des Wassers geschützt, beginnt ab der Süßen Seebrücke ein immer breiter werdender Sandstrandbereich mit (je nach Jahreszeit) zahlreichen Strandkörben bis zur Nordermole.

Promenade mit dem Maritim Strandhotel
Dort ragt in der Nachbarschaft des Brügmanngartens schon aus weiter Entfernung unübersehbar das Maritim Strandhotel in den Himmel. Der schlichte Bau mit seinen 240 Zimmern lässt zumindest äußerlich architektonische Finesse neben dem Strand von „Lübecks schönster Tochter“ vermissen, Gästen ist aber eine weite Aussicht garantiert. Je höher das Stockwerk, desto weiter der Blick, da wenig andere Gebäude in der Umgebung die Aussicht verstellen. Einzigartig ist die Rolle des Hotels in der Seeschifffahrt europaweit, denn kein Leuchtfeuer erstrahlt aus solcher Höhe, wie das vom Hoteldach seit 1974.

Besuchende in the bubble?
Und dass es Leuchtfeuer braucht, wird spätestens dann klar, wenn eine der riesigen Fähren von Travemünde die Flussmündung z. B. Richtung Helsinki in Finnland, Trelleborg und Malmö in Schweden oder Zielen in Lettland verlässt bzw. von dort ankommt. An der ins Wasser ragenden Nordermole hat man dann den besten Blick auf das Geschehen.

Eine Fähre nach Schweden verlässt Travemünde über die Trave
Während die brummenden Dieselmotoren die schwimmenden Riesen Meter um Meter flussauf- oder flussabwärts bringen, fällt der Blick wenige Meter weiter ortseinwärts auf das andere Ufer, das der Halbinsel Priwall. Dort liegt eines der Wahrzeichen Travemündes vertäut, die Viermastbark Passat. Selbst mit gerefften Segeln ist der Anblick, des im Vergleich natürlich viel kleineren Schiffes, beeindruckend. Steht die Bark doch für eine ganz andere Art der Seefahrt und, vermutlich nur für Landratten, Seefahrer-Romantik.

Blick auf die Viermastbark Passat an ihrem Liegeplatz auf der Halbinsel Priwall
Gebaut und fertiggestellt wurde der Großsegler 1911 von der Werft Blohm & Voss in Hamburg. Außer Dienst gestellt wurde das Frachtschiff 1957. Ein entscheidender Grund dafür war eine Tragödie auf dem von dem Hurrikan Carrie heimgesuchten Atlantik am 21. September desselben Jahres. An dem Tag war dort das bereits 1905 in Dienst gestellte Schwesterschiff Pamir mit einer Ladung Holz im Frachtraum nach Europa unterwegs. Letztendlich waren es ökonomische Gründe, die den Viermaster trotz Sturmwarnung seine letzte Reise von Buenos Aires aus antreten ließen. Im Sturm verrutschte die nicht ausreichend gesicherte Ladung, das Schiff bekam Schlagseite, nahm Wasser, kenterte schließlich durch und trieb noch rund 30 Minuten kieloben, bevor es in den Fluten versank. Von den 86 Seeleuten, davon viele Kadetten, überlebten nur 6 in zwei der Rettungsboote. Soweit zur Seefahrer-Romantik.

Heute Lübecker Yacht- und Clubhaus Leuchtenfeld, ab 1902 Station und Bootshaus der DGzRS. Vor dem rechten Tor sieht man noch die Schienen (Ablaufbahn), über das das offene Ruderboot im Einsatz Wasser unter den Kiel bekam. Der restaurierte Backsteinbau wurde 1989 unter Denkmalschutz gestellt und gilt als "wichtiger Bestandteil der Travemünder Stadt- und Baugeschichte", wie auf einer Infotafel vermerkt.
Kennt man diese Geschichte, erscheint der am gegenüber gelegenen Ufer, der bei einer Sturmflut 1286 entstandenen Halbinsel, im Jahre 1902 errichtete schlichte Backsteinbau der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) vielleicht in einem etwas anderen Licht. Die in Bremen beheimatete Organisation finanziert sich traditionell aus Spendengeldern und ist eine echte Erfolgsgeschichte.

Seenotrettungskreuzer der DGzRS, in Travemünde wird allerdings ein kleineres Boot eingesetzt
Damals beschränkten sich die Hilfsmöglichkeiten von der Küste aus allerdings technisch bedingt auf sehr wenige Seemeilen, wobei die Menschen in den Booten bei jedem Einsatz ihr Leben potenziell aufs Spiel setzten und aktuell auch noch setzen. Die heutigen modernen an den deutschen Küsten stationierten Seenotrettungskreuzer sind kraftstrotzende wahre Wunderwerke der Schiffsbaukunst und haben einen weitaus weiteren Aktionsradius. Aber auch sie hätten der Pamir nicht helfen können. (Lesen Sie bei Interesse mehr zu den Seenotrettern). Das ehemalige Gebäude der Retter steht hinsichtlich der äußeren Form inklusive der Slipanlage unter Denkmalschutz und wird seit 1983 anders genutzt.

Ehemaliger Leuchtturm, heute Aussichtsturm
Wer vor dem Bau mit seinen zwei Toren steht, kann den historischen Leuchtturm dahinter kaum übersehen. Das vormalige Leuchtfeuer wurde eben dessen beraubt, die gesamte nautische Kuppe demontiert, geblieben ist ein klassizistischer Backsteinturm mit plattem Kopf. Der 31 Meter hohe Bau wurde 1827 errichtet und war bis 1972 als dienstältester Leuchtturm aktiv. Überflüssig wurde er durch den Neubau des Maritim-Hotels (s.o.). Der Betonklotz verstellte schlicht die Sicht.
Heute ist der Turm ein weiteres Wahrzeichen der Stadt und, falls geöffnet, gerne auch Anlaufpunkt für Menschen, die im oberen Teil der fünf Gesimse von der schmalen umlaufenden Aussichtsplattform einen Blick auf die Umgebung werfen wollen und dabei gut gelaunt auch mal rufen und den Menschen auf der Promenade fröhlich zuwinken.

An der Promenade geht es immer am Wasser entlang, viele Gastrobetriebe schwimmen
Und von dort wird nicht selten der Gruß erwidert, sind doch oft viele Menschen auf der Meile unterwegs. Zahlreiche Geschäfte laden zum Bummeln ein und Cafés, Restaurants oder Shops für den kleinen Appetit lassen etwaige Gedanken an gute Vorsätze zur eigenen Köperverschlankung allzu schnell vergessen.

Auf der breiten Promenade
Nahe des Anlegers der gut frequentierten Priwall-Fähre muss man ein architektonisches Kleinod gar nicht erst suchen. Der zweigeschossige Backsteinbau in der Vorderreihe mit der Hausnummer 7 wirkt mit seinem Treppengiebel aus der Zeit gefallen, ist er auch. Das später erweiterte Gebäude wurde 1551 errichtet und diente dem Lübecker Stadtvogt als Sitz. In seine Zuständigkeit fiel der Schutz Lübecks vor feindlichen Übergriffen von der Mündung der Trave aus, er erhob Zölle und war Herr der Gerichtsbarkeit vor Ort.

Die Alte Vogtei, früher Sitz des Lübecker Stadtvogts
Heute ist das Haus in Privatbesitz, dennoch ist das Gebäude für die Denkmalpflege seit Renovierungsarbeiten im Jahre 2006 ein historischer Schatz, gleichrangig neben den wichtigsten Bauten in der Altstadt Lübecks. Grund dafür sind die Entdeckung einer sehenswerten vier Meter hohen Renaissance-Kassettendecke und weiterer Deckenmalereien aus längst vergangenen Zeiten.

Altstadtgasse mit Blick auf die Kirche St. Lorenz
Apropos vergangene Zeiten, an dieser Stelle der Stadt ist man im historischen Stadtkern Travemündes angelangt. Besonders deutlich wird das, wenn man nur einige Meter weiter durch die Altstadtgasse auf die Kirche St. Lorenz blickt.

Unerwarteter Anblick: Die sogenannten Schwedenköpfe findet man im Ostseeraum in Regionen, die nach dem Ende des Vierzigjährigen Krieges 1648 bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts unter schwedische Herrschaft geraten sind, wie z. B. die Hansestadt Wismar (englisch)
Auch die äußerlich eher schmucklose Kirche aus rotem Backstein ist etwa so alt wie die Alte Vogtei. Ebenso sind in ihrem Inneren Malereien etwa an der Decke zu bewundern, neben dem barocken Altar, den der Lübecker Hieronymus Jakob Hassenberg 1723 aus Holz erschuf. Wer rund um die Kirche durch die Straßen schlendert, stößt noch auf weitere Zeugen der Vergangenheit, wenngleich hier ein Altstadtrundgang deutlich kürzer ausfällt, als im nahen Lübeck, das wir im Anschluss besuchen.

Haus in der Altstadt
Deutlich ruhiger wird es am Fluss, nachdem wir den Fähranleger passiert haben, denn die meisten Stadtbesuchenden kehren dort um. Neben Freizeitbooten, liegen hier auch kleine Fischerboote und man kommt den Verladeterminals der riesigen Fähr- und Frachtschiffe Schritt für Schritt etwas näher. Hafenwirtschaft. Und wo es dann richtig für Ship-Spotter interessant wird, beginnt das Sperrgebiet. STAFF ONLY.

Im Hafen unterwegs
Dann ist es also Zeit für Lübeck. Aber vielleicht möchten Sie ja noch einen Abstecher in den Kurpark Calvarienberg zum Kletterwald Travemünde (https://kletterwald-travemuende.de) machen, wo Groß und Klein seit 2022 auf Parcours zwischen den Bäumen klettern können?
Von dort ist übrigens der Bahnhof nur wenige Gehminuten entfernt. Der Regio bringt Reisende in 22 Minuten zum Hauptbahnhof Lübecks, der ebenfalls nahe der Innenstadt liegt.
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Niendorf / Timmendorfer Strand
Neben dem Hafenbereich müssen auch auf der Promenade des seit 1954 anerkannten Ostseeheilbades Niendorf Besuchende weder mit knurrendem Magen, noch mit trockenem Mund unterwegs sein. Das kulinarische Angebot hält eine wirklich ausreichende Auswahl für die nicht wenigen jährlich erwarteten Gäste bereit und so sollte jede/r neben dem parallel verlaufenden rund zwei Kilometer langen und stellenweise etwa vierzig Meter breiten Sandstrand etwas für sich finden. Nebst Dingen, die zur kulinarischen Verkostung weniger empfehlenswert sind, wie etwa Mode, Schmuck oder Strandutensilien.
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Die "Königin der Hanse"
Wer mit dem Zug anreist und fußläufig vom Bahnhof aus die Innenstadt anstrebt, stößt nach der Überquerung der Puppenbrücke fast zwangsläufig auf das Holstentor. Das im Jahr 1478 fertiggestellte gotische Tor aus rotem Backstein, letztes erhaltenes Stadttor und mehrfach renoviert, war auf der Rückseite der braunen 50 D-Mark Scheine abgebildet, die nach der Währungsumstellung am 1. Januar 2002 langsam aus dem Verkehr gezogen wurden. Die Wahl des Motivs zeigt auch die nationale kulturelle Bedeutung des Reliktes.
Lübeck: Dom
Unübersehbar und unüberhörbar, wenn die Glocken schlagen, ragt die gewaltige Marienkirche mit ihren zwei Türmen in den Himmel. Ab 1251 brauchten die Baumeister 100 Jahre, um den gotischen Sakralbau fertigzustellen, der heute wie viele andere Gebäude Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt ist. Das Mittelschiff der dreischiffigen „Mutterkirche der Backsteingotik“ erhebt sich bis auf 38,5 Meter und ist das höchste Backsteingewölbe weltweit.
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Lübeck: Rathaus
Teile der Nord- und der Ostseite des weitläufigen Marktplatzes werden durch das historische Rathaus begrenzt. Unverkennbar zeigt das Bauwerk Elemente der Backsteingotik und tatsächlich gilt das für mittelalterliche Verhältnisse flächenmäßig große Rathaus als eines der bekanntesten Werke jenes Baustils und Vorbild für weitere Rathäuser in Hansestädten des Ostseeraums.
Lübeck: St. Marien Kirche
Unübersehbar und unüberhörbar, wenn die Glocken schlagen, ragt die gewaltige Marienkirche mit ihren zwei Türmen in den Himmel. Ab 1251 brauchten die Baumeister 100 Jahre, um den gotischen Sakralbau fertigzustellen, der heute wie viele andere Gebäude Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt ist. Das Mittelschiff der dreischiffigen „Mutterkirche der Backsteingotik“ erhebt sich bis auf 38,5 Meter und ist das höchste Backsteingewölbe weltweit.
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Kreuz und quer durch Lübeck
„Finsterstes Mittelalter“, sagen wir heute oft, wenn sich Willkür, Gewalt, Entrechtung und Unterdrückung von Frauen, Schwachen und Armen etc. als akzeptierter Realzustand in einer Gesellschaft zeigt. Das ist nicht falsch. Dennoch gab es schon im Mittelalter in Europa Menschen, die sich sozial in den Dienst anderer gestellt haben. Am Koberg, dem Marktplatz in der Altstadt, an dem auch die St.-Jacobi-Kirche steht, befindet sich das Heiligen-Geist-Hospital. Die gleichnamige 1227 gegründete Stiftung initiierte die Errichtung des gotischen Backsteinbaus (in Backsteingotik) und betrieb die 1286 fertiggestellte Einrichtung in der Arme und Kranke versorgt wurden. Sie ist weltweit eine der ältesten im sozialen Bereich. Aber auch der Bettelorden der Dominikaner kümmerte sich im Burgkloster um Kranke.
Gänge, Höfe und Torwege in Lübeck
Zwischendrin stößt man immer wieder auf enge Gänge, die ebenerdig unter Häusern hindurchführen und an Parallelstraßen enden oder in schmale, manchmal aber auch breitere Höfe münden. Etwa 90 dieser aus dem mittelalterlichen Bau der Lübecker Altstadt hervorgegangenen und in ihrer Vielfalt nirgendwo sonst anzutreffenden städtebaulichen Eigenheiten sind erhalten geblieben und darüber hinaus denkmalgeschützt.
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Ein liebenswertes "Straßendorf" mit langem Strand. Boltenhagen ist absolut eine bekannte Hausnummer im Tourismus an der deutschen Ostseeküste und hat eine Geschichte. Bis heute hat sich der Ort seinen Charme bewahrt und sich der alles fressenden Gigantomanie der Branche verweigert. Gut so. Es gibt einen schönen Campingplatz, tolle Infrastruktur und für pittoreskes Hafenflair sorgt der Fischereihafen im Ortsteil Tarnitz.
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„Der echte Norden“, eben damit wirbt das nördlichste Bundesland zurecht für seine ganz eigenen anderen Reize. Und wenn unter anderem die frische Luft als „Das Beste am Norden“ medienwirksam beworben wird, kann man dem vor Ort nur zustimmen. Frisch weht es an der Ostsee an der Ostküste sowie an der Nordsee an der Westküste und dazwischen liegen rund 70 Kilometer plattes dünn besiedeltes Land. Mit knapp 100.000 Menschen ist Flensburg nach der Landeshauptstadt Kiel und Lübeck - der Perle der Hanse - die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins.
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Blick auf die St. Jacobi-Kirche

Historisches Gebäude mit dem Durchgang zum Schwans-Hof

Gegenwart trifft auf Vergangenheit

In den Städten wurde oft schmal gebaut

Barock-Orgel in der Kirche St. Jacobi
