Bremen sehenswert - Die Hansestadt und ihre Sehenswürdigkeitenunterwegs in Brem' & 'n büschen umzu

Stadtmusikanten - Bremen sehenswert Sie sind hier: sehenswert Innenstadt

Bremen sehenswertSchlachte & Teerhof

 

Schlachte - Bremen sehenswert

An der Weser: die Schlachte

Wo heute in der warmen Jahreszeit Biergläser klirren und die Besucherinnen und Besucher auf den Sitzbänken des Boulevards die Sonne genießen und auf die Weser schauen, wurde im Mittelalter gerackert und geschwitzt, denn damals befand sich hier an der Schlachte Bremens Hafen. Doch schon vor dem Dreißigjährigen Krieg 1619 war die Weser derart versandet, dass Seeschiffe den städtischen Hafen nicht mehr erreichen konnten, daher wurde stromabwärts im heutigen Vegesack (Bremen-Nord) der erste künstliche Hafen angelegt. Damit verlor die Schlachte zunehmend an Bedeutung. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird der Großteil des (Über-)Seehandels weitere 60 Kilometer flussabwärts in den Häfen Bremerhavens abgewickelt.

Schlachte - vom Biergarten auf die Weser blicken - Bremen sehenswert

Schiffe gucken vom Biergarten aus

Erst Ende der 1980er Jahre entdeckten die Stadtväter das Stadtbremische Weserufer in Citynähe wieder neu. Mit der Zauberformel „Stadt am Fluss“ wurde ein Stadtentwicklungsprogramm aufgelegt, das vor allem die Schlachte aufwerten und besser an den Innenstadtbereich anbinden sollte. Neben den Bremer Bürgern hatte man dabei vor allem den auch in Bremen boomenden Städtetourismus im Blick. So entstand vom Baubeginn 1993 bis zur feierlichen Eröffnung am 27. Mai 2000 zwischen der Wilhelm-Kaisen- und der Stephanibrücke für umgerechnet über 20 Millionen Euro, größtenteils aus EU-Töpfen, mit 60 Bäumen und viel Granit eine Flaniermeile mit Boulevard, Schiffsanlegern und zahlreichen Gastronomiebetrieben, die für jeden Gaumen etwas zu bieten haben.

Schlachte - Rindergulasch - Bremen sehenswert

Sehr lecker: Gulasch mit einem Topf Gurkensalat

Mit Blick auf die Weser kommt bei Bier und Imbiss richtig maritimes Flair auf. Eine besondere Atmosphäre entsteht, wenn mit Einbruch der Dämmerung die Lichter auf der Flaniermeile angehen.

Ein Highlight an der Schlachte bzw. am Martinianleger war neben einigen anderen historischen Schiffen, wie einem Schaufelraddampfer der Reederei Hal Över, die an der Schlachte ihren Sitz hat, und seit 2001 der Admiral Nelson, einer originalgetreu nachgebauten Fregatte, wie sie unter dem gleichnamigen Admiral 1805 an der Seeschlacht von Trafalgar teilnahm, die „Roland von Bremen“. Der Nachbau der „Bremer Hansekogge von 1380“ wurde erst kurz vor der Schlachteeröffnung 2000 fertig gestellt. 1962 waren bei Ausbaggerungsarbeiten in der Weser bei Woltmershausen die gut erhaltenen Reste einer Hansekogge gefunden worden, insgesamt 2000 Teile. Da man bis dato wenig Genaues über Ausmaße und Form dieses Schiffstyps wusste, war der Fund für die Forscher eine kleine Sensation. Während die rekonstruierte Kogge im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven Jahrzehnte lang in einem Konservierungsbad verschwand, konnten die Schiffbauer der Bremer Bootsbau Vegesack (BBV) mit den gewonnenen Erkenntnissen das eigentümliche Schiff nach altem Brauch und Bauablauf nachbauen.

Schlachte mit historischen Schiffen - Bremen sehenswert

Das Pannekoekschip Admiral Nelson und der Kogge-Nachbau, im Hintergrund der Teerhof mit -brücke

Das 23 Meter lange und knapp 8 Meter breite Schiff, für das 90 Tonnen Eichenholz verarbeitet wurde, mutet aus heutiger Sicht wie eine Nussschale an. Vermittelt der Nachbau einen lebendigen Eindruck vom zu damaliger Zeit oft gefährlichen Abenteuer Seefahrt, strömt das mittlerweile fertig konservierte und zu besichtigende Original in Bremerhaven den Duft eines Reliktes Jahrhunderte alter Bremischer Geschichte aus. Aber wie geschrieben, der Kogge-Nachbau war ein Highlight, denn sie teilte das Schicksal ihres Vorbildes, er versank in den Fluten der Weser. Ein defektes Seeventil machte das Schiff Ende Januar 2014 zu einem Sanierungsfall und bis heute ist nicht geklärt, ob das im Hohentorshafen aufgebockte Wrack je wieder Wasser unter den Kiel bekommt.

 

Seite zurückGesamtübersicht - Bremen sehenswertnächste Seite

ALLES IM BLICK: DIE GESAMTÜBERSICHT

 

Karte

 

Weitere Informationen

www.schlachte.de

www.admiral-nelson.de

http://alex-das-schiff.de

www.weserburg.de

www.hal-oever.de

 

Vegesack

In dem zwischen 1618 und 1622/23 angelegten Vegesacker Hafen sind heute keine Fischfangflotten mehr beheimatet. Stattdessen liegen in dem von einer stylischen 42 Meter lange klappbaren Fußgängerbrücke überspannten Becken zahlreiche Traditionssschiffe wie der historische Seenotkreuzer „Bremen“ sowie der 1926 vom Stapel gelaufene ehemals dampfgetriebene Schlepper „Geo.Gleistein“, die 1898 im niederländischen Raamsdonkveer gebaute „Verandering“ oder der Weserkahn „Franzius“, um nur einige zu nennen.
Weiterlesen ...

Vegesack - Bremen sehenswert

 

Überseestadt

Als der Überseehafen hätte saniert werden müssen, entschloss man sich 1991 in der Hansestadt, das Becken einfach zu schließen. 1998 wurde der Überseehafen schließlich mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Zusammen mit dem ebenfalls stillgelegten, aber als Hafenbecken noch vorhandenen Europahafen war dies die Basis für die konzeptionelle Entwicklung und Entstehung der heutigen Überseestadt.
Weiterlesen ...

Überseestadt - Bremen sehenswert

 

Booking.com