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Bremen sehenswertFocke-Museum

 

Focke-Museum - originaler Kopf des Roland - Bremen sehenswert

Der originale Kopf des Roland

Jede Stadt hat ihre Geschichte und in vielen Städten gibt es ein Museum, in dem eben diese erzählt wird. In der Hansestadt ist es das Focke-Museum im Ortsteil Riensberg, in dem die Stadthistorie am anschaulichsten präsentiert wird. Das „Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“ entstand 1924 durch die Zusammenlegung zweier Sammlungen, dem 1884 gegründeten Gewerbemuseum und dem sechs Jahre später gegründeten „Historischen Museum für bremische Altertümer“, dessen bereits 1922 gestorbener Gründer auch zum Namensgeber des heutigen Museums wurde. Dr. Johann Focke war Senatssyndikus und Vater des Flugzeugpioniers Wilhelm Focke sowie des Flugzeugbauers Henrich Focke, Mitbegründer des Unternehmens Focke-Wulf-Flugzeugbau AG, das nach einer Fusion 1963 mit einem anderen Unternehmen in Teilen später in EADS und Airbus aufging.

Focke-Museum - lichtdurchflutete Ausstellungsräume - Bremen sehenswert

Flora, Mitte des 18. Jh. von Theophil Wilhelm Frese aus Obernkirchener Sandstein geschaffen, blickt in die hellen Ausstellungsräume mit viel Tageslicht

Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Focke-Museum in einem Bau im innenstadtnahen Stephaniviertel untergebracht, das aber der Bombardierung der Stadt zum Opfer fiel. 1964 wurde am neuen Standort auf dem ehemaligen Gut Riensberg, das das Museum seit 1953 nutzt, ein moderner Bau mit viel Glas fertiggestellt, der bis heute das Haupthaus des Museums ist. Seit einer umfassenden Sanierung 1998 zeigt die Dauerausstellung 1200 Jahre bremische Geschichte in den lichtdurchfluteten Räumen.

Borgward Isabella Bj. 1960 im Focke-Museum - Bremen sehenswert

Autobau hat Tradition in Bremen, dafür steht auch dieses Schmuckstück von Bordward, die Isabella

Gleich nach Betreten des Museums werden die Besucher vom Bremer Roland begrüßt, nein, nicht persönlich und genau genommen ist es auch nur der Kopf, dafür aber der originale (Foto oben). Dem gerüsteten Recken in seiner ganzen Größe begegnet man auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus. Überhaupt werden auf den ersten Metern der Ausstellung Köpfe gezeigt, kluge Köpfe der Stadt, wie jener Dr. Focke. Der könnte durchaus den einen oder anderen Teller Suppe mit einem Silberlöffel aus der Silbermanufaktur Wilkens gegessen haben, wie sie in einer Vitrine in einer Kollektionsübersicht aufgereiht liegen, denn das Unternehmen ist seit 1810 im Stadtteil Hemelingen ansässig. Zur Zeit seiner Geburt 1848 wurde das Trinkwasser vermutlich noch mit dem hölzernen Schöpfrad aus der Weser gefördert, wie ein Model im Museum zeigt. In einem Borgward dagegen saß er nie, denn die Autos aus Bremen wurden erst ab 1939 gebaut.

Focke-Museum - historische Bremerinnen und Bremer Münzen - Bremen sehenswert

Bremerinnen und Bremer Schwaren: städtische Münzen aus dem 14. Jahrhundert

Gleich hinter der schicken „Isabella“ (Bj. 1960), dem von 1954-’61 gebauten Flaggschiff der Carl F. W. Borgward G.m.b.H., beginnt ein chronologischer Rundgang durch das Focke-Museum. Der Streifzug durch die Geschichte Bremens führt vorbei an bei Ausgrabungsarbeiten im Dom gefundenen Grabbeilagen aus dem 13. Jh., städtischen Münzen aus der zweiten Hälfte des 14. Jh und bürgerlichem Interieur, wie Bremer Truhen, von denen aus Eichenholz geschnitzte Teile gezeigt werden. Dieses Handwerk hatte zu dieser Zeit in Bremen einen hohen Stellenwert.

Focke-Museum - Aus Eiche geschnitzte Truhenfront einer Bremer Truhe um 1600 Bremen sehenswert

Eine beeindruckende Arbeit: aus Eiche geschnitzte Truhenfront einer Bremer Truhe um 1600

Man erfährt, dass der „Bremer Stein“ aus dem die grauen Sandsteinreliefs an der zwischen 1608 und ’14 entstandenen Renaissancefassade des Rathauses gehauen wurden, eigentlich in Obernkirchen bei Minden gebrochen wurde, um schließlich erst auf dem Wasserweg flussabwärts in die Stadt zu Bildhauern und Baumeistern zu gelangen.

Focke-Museum - Skulturen Glaube und Hoffnung aus Obernkirchener Sandstein aus dem 16. Jh. - Bremen sehenswert

Die Skulpturen "Glaube und Hoffnung", im 16. Jh. aus "Bremer Stein" gefertigt, waren vermutlich Giebelschmuck eines Bürgerhauses

 

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Karte

 

Weitere Informationen

Focke-Museum
Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Stiftung des öffentlichen Rechts
Schwachhauser Heerstr. 240
28213 Bremen
Tel.: 0421 / 699 600 - 0
Fax: 0421 / 699 600 – 66
Geöffnet: Dienstag 10 - 21 Uhr, Mittwoch - Samstag 10 - 17 Uhr, Sonntag 10 - 18 Uhr
E-Mail: post@focke-museum.de
www.focke-museum.de

Verein von Freunden des Focke-Museums e.V.
Schwachhauser Heerstraße 240
28213 Bremen
Tel.: 0421 / 699 600 91
Fax: 0421 / 699 600 66
E-Mail: ffm@focke-museum.de

 

Riensberger Friedhof

Der in Sichtweite zum Focke-Museum gelegene Gottesacker wurde zwischen 1872 und 1875 zeitgleich mit dem Waller Friedhof als Ersatz für zwei aufgegebene Friedhöfe andernorts angelegt. Der heute gut 28 Hektar große Parkfriedhof erstreckt sich auf Ländereien des ehemaligen Gutes Riensberg. Mit der gärtnerischen Gestaltung wurde der Landschaftsgärtner und Gartenarchitekt Wilhelm Benque beauftragt, der bereits einige Jahre zuvor für die gartenkünstlerische Anlage des Bürgerparks und u.a. auch von Knoops Park in Lesum verantwortlich war.
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Mausoleum auf dem Riensberger Friedhof - Bremen sehenswert

 

botanika

Mitten im Rhododendronpark befindet sich in Nachbarschaft des Cafés die botanika. Ursprünglich wurde die botanika als Beitrag zur Expo 2000 geplant, doch aus vielfältigen Gründen kam es anders und der weitgehend gläserne Bau wurde erst 2003 eröffnet.
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botanika im Rhododendronpark - Bremen sehenswert

 

Parks & Mühle in Oberneuland

Seine Geschichte und ehemals dörfliche Struktur merkt man dem Stadtteil an, wenn man etwa die Oberneulander Landstraße hinunter fährt oder geht. Im Sommer sorgt das Grün alter Bäume für reichlich Schatten. An der zur Landesgrenze gelegenen Straßenseite tun sich mehrere Lücken in der Wohnbebauung auf, denn hier befinden sich gleich drei Parks, die zu einem Besuch einladen.
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Mühle in Oberneuland - Bremen sehenswert

 

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Focke-Museum - Blick in Ausstellungsräume - Bremen sehenswert