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Bremen sehenswertWorpswede

 

Für einen längeren Ausflug absolut empfehlenswert ist das rund 25 Kilometer nordöstlich von Bremen im Teufelsmoor gelegene Worpswede. Besonders für Kunstinteressierte ist der schon lange vom kleinen niedersächsischen Moordorf zum weit über die Grenzen hinaus bekannten Künstlerdorf herangewachsene Ort ein Dorado.

Worpswede - Skulptur von Bernhard Hoetger

Bonze des Humors, 1914 von Berhard Hoetger entworfen. Steht heute im Park vor der Großen Kunstschau Worpswede

1889 legten die Maler Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende mit ihrem Entschluss in dem kleinen bis dato unbekannten Dorf zu arbeiten und zu wohnen sozusagen den Grundstein für dieses Zentrum der Kunst. Ihnen folgten schnell weitere Künstlerinnen und Künstler wie die Malerin Paula Becker, der Dichter Rainer Maria Rilke, Clara Rilke-Westhoff, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und später der Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker Bernhard Hoetger, nach dessen Entwürfen u.a. das Paula-Becker-Modersohn-Haus in der Bremer Böttcherstraße gebaut wurde. Besonders die reizvolle Landschaft des Teufelsmoores rund um das Dorf inspirierte die Künstlerinnen und Künstler, die wiederum mit ihren Werken das städtische Kunstpublikum in besonderer Weise ansprachen und in großer Zahl nach Worpswede zogen.

Worpswede - Blick vom Weyerberg

Blick vom Weyerberg nahe dem Niedersachsenstein

Als bedeutende Wegbereiterin der Moderne gilt Paula Modersohn-Becker. Bekannt wurde die mit dem Maler Otto Modersohn verheiratete Malerin vor allem durch ihre auf das Elementare beschränkte Menschendarstellungen. Die Werke der mit 31 Jahren früh gestorbenen Künstlerin faszinierten den Bremer Kaufmann Ludwig Roselius so sehr, dass er ihr mit dem Paula-Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße ein eigenes Museum widmete, übrigens das erste Museum überhaupt, das einer Künstlerin gewidmet war.

Skulptur in Worpswede - Bremen sehenswert

Eine von weiteren zahlreichen Skulpturen

Seit der ersten Künstlergeneration haben sich Kunst und Kultur mehrfach gewandelt und und in neue Richtungen entwickelt und verzweigt. Und so sieht sich die Besucherin und der Besucher neben den Werken der Alten Meister in zahlreichen Museen, Kunststiftungen und Galerien dem Schaffen der über hundert Künstlerinnen und Künstler sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker verschiedenster Richtungen gegenüber, die hier jetzt leben und arbeiten. Bei der riesigen Bandbreite findet sich für jeden Kunstgeschmack und Geldbeutel etwas in den zahlreichen kleinen und großen Läden, Ateliers und Werkstätten. Wer sich die Füße plattgelaufen hat, kann in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants einkehren und die angenehme Atmosphäre des Ortes bei einer Erfrischung genießen.

Worpswede - Bildhauerwerkstatt

Skulptur vor einer Bildhauerwerkstatt

Bereichert wird der hiesige Kunstbetrieb durch internationale Künstlerinnen und Künstler, die, u.a. durch Stipendien des Landes Niedersachsen unterstützt, bis zu 12 Monate in den 11 Ateliers des Atelierhaus-Vereins Worpswede e.V. und der Barkenhoff-Stiftung, den Künstlerhäusern Worpswede, wohnen und arbeiten. Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik finden regelmäßig den Weg in die Öffentlichkeit. In den vergangenen über 30 Jahren fanden mehr als 400 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus rund 35 Ländern den Weg in die Einrichtungen.

Worpswede - Vogeler-Villa

Von Heinrich Vogeler erbaute Villa. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude beherbergt heute ein Alten- und Pflegeheim.

Nicht zuletzt ist Worpswede auch regelmäßig Ziel vieler Musikfans. In der überregional bekannten Music Hall Worpswede spielen seit Jahren regelmäßig bekannte Künstler Musik von Jazz bis Hardrock. Besucher wie Kreative mögen die gediegene und fast familiäre Club-Atmosphäre in dem reetgedeckten Haus. Betrieben wird die Music Hall von einem eingetragenen Verein gleichen Namens.

Worpswede - Music Hall

Ziel vieler Musikfans

 

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Karte

 

Weitere Informationen

Offizielle Website Worpswedes: www.worpswede.de/worpswede

Künstlerhäuser Worpswede: www.kuenstlerhaeuser-worpswede.de

Músic Hall: http://musichall-worpswede.eu

Anfahrt:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man ab dem Bremer Hauptbahnhof mit dem Bus relativ zügig nach Worpswede.

Mit dem PKW aus Richtung Hamburg über die A1 (Abfahrten Sittensen, Bockel, Stuckenborstel, Posthausen und Oyten) oder über die Bundesstraßen B73 und B74, aus Richtung Hannover über die A7 und A27 (Abfahrten: Bremen-Horn/ Lehe; Bremen-Industriehäfen/ Ritterhude; Bremen-Burg/Lesum/Osterholz-Scharmbeck; Schwanewede).

Für Radfahrerinnen und Radfahrer bietet der Jan Reiners Weg eine gut ausgebaute Strecke nach Worpswede. Geübte und zügige Fahrer sollten rund 1 Stunde für eine Strecke einplanen, andere etwa eine halbe Stunde mehr.

 

Böttcherstraße

Ludwig Roselius große Zuneigung zur Kunst kommt besonders im Paula-Becker-Modersohn-Haus zum Ausdruck. Es war nicht nur das erste Museum, das einer Künstlerin gewidmet war, sondern erregte aufgrund der von dem Bildhauer Bernhard Hoetger reliefartig gestalteten Außenwände und der lebendig geformten Räume im Inneren weltweit Aufsehen und löste zahlreiche Diskussionen aus. Heute präsentiert das Museum in dem 1926/27 errichteten Haus die umfangreichste Gemäldesammlung der Malerin Paula Modersohn-Becker.
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Böttcherstraße - Bremen sehenswert

 

Kunsthalle

Den Kernbestand der Sammlung der Kunsthalle stellt europäische Malerei vom Mittelalter bis in die Gegenwart dar. Einen Schwerpunkt bildet darunter die französische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, die vor allem durch eine der größten Delacroix-Sammlungen repräsentiert wird. Der deutsche Impressionismus ist ein weiterer Schwerpunkt. Gezeigt werden Werke unter anderem von Liebermann, Corinth und Slevogt. Mit Heinrich Vogeler, Otto Modersohn und anderen sind auch die Malerinnen und Maler aus der bekannten Künstlerkolonie Worpswede nahe Bremen vertreten.
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Kunsthalle - Bremen sehenswert

 

Schnoor

Bremens ältestes erhaltenes Stadtviertel ist der Schnoor. In früheren Zeiten wurde das Viertel hauptsächlich von Fischern und Seeleuten bewohnt, denn hier verlief die Balge, ein Nebenarm der Weser, und hier befand sich einer der ersten Häfen Bremens. Viele der kleinen Häuschen stammen aus dem 17. Jahrhundert oder sind nach historischen Vorlagen nachgebaut worden. Das 1402 auf Grundmauern aus dem Mittelalter errichtete Haus Nr.15 in der Gasse Schnoor ist neben dem Packhaus (1401) jedoch eines der ältesten Bauten im Schnoor.
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Schnoor - Bremen sehenswert

 

Focke-Museum

Jede Stadt hat ihre Geschichte und in vielen Städten gibt es ein Museum, in dem eben diese erzählt wird. In der Hansestadt ist es das Focke-Museum im Ortsteil Riensberg, in dem die Stadthistorie am anschaulichsten präsentiert wird. Das „Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“ entstand 1924 durch die Zusammenlegung zweier Sammlungen, dem 1884 gegründeten Gewerbemuseum und dem sechs Jahre später gegründeten „Historischen Museum für bremische Altertümer“, dessen bereits 1922 gestorbener Gründer auch zum Namensgeber des heutigen Museums wurde.
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Focke-Museum - Bremen sehenswert

 

Übersee-Museum

1896 öffnete das heutige Übersee-Museum unter dem Namen „Städtisches Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde“ erstmals seine Tore. Die gezeigten Exponate stammten zunächst aus den „Städtischen Sammlungen für Naturgeschichte und Ethnographie“ die in Teilen als „Handels- und Kolonialausstellung“ auf der „Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung“ im Jahre 1890 mit viel Erfolg gezeigt wurden. Seit der Gründung haben sich die Konzeptionen mehrmals gewandelt, bis hin zu einer stärkeren museumspädagogischen Ausrichtung, die bis heute Bestand hat.
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Übersee-Museum - Bremen sehenswert

 

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