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Bremen sehenswertSchlachte & Teerhof (2)

 

Sitzen an der Schlachte - Bremen sehenswert

Für eine spontane Entspannung an der Schlachte

Dafür hat der Martinianleger Ende Oktober 2016 wieder Zuwachs bekommen. Die 1906 auf der Bremer Weserwerft (später „AG Weser“) vom Stapel gelaufene Bark „Alexander von Humboldt“ hat dauerhaft als Restaurant- und Hotelschiff in Nachbarschaft zum Pannekoekschip Nelson an einem eigenen Ponton festgemacht. Das ehemalige Feuerschiff wurde 1986 außer Dienst gestellt und diente danach unter anderem unter grünen Segeln als Werbeschiff für das Bremer Traditions-Bier „Beck’s“, das gleich schräg gegenüber der Schlachte am anderen Weserufer gebraut wird.

Schlachte - die Alexander von Humboldt am Martinianleger vor der St. Martini Kirche  - Bremen sehenswert

Die Alexander von Humboldt am Martinianleger vor der St. Martini Kirche

Hinter dem Anleger erhebt sich die St. Martini-Kirche. Der spätgotische Backsteinbau gehört zu den ältesten Kirchen der Hansestadt. Die Geschichte der Pfarrgemeinde reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, aus dieser Zeit stammt auch der älteste Teil der Kirche im Bereich des Turms. Der seit 1973 denkmalgeschützte 60 Meter lange Bau wurde am 5. Oktober 1944 durch Bombentreffer fast gänzlich zerstört. Immerhin blieben der Außenmauern stehen, hinter denen schließlich zwischen 1952 und 60 neues kirchliches Leben einzog.

Wer Lust hat das Ufer zu wechseln, kann über die skandalträchtige, weil exorbitant teure Teerhofbrücke von der Schlachte zu Fuß auf die bebaute Flusshalbinsel Teerhof wechseln. Dort ist sind auch das Weserburg | Museum für moderne Kunst und die Gesellschaft für aktuelle Kunst (GAK) beheimatet. Für Interessierte an zeitgenössischer und moderner Kunst eine der ersten Adressen in Bremen.

Auf dem Teerhof - Bremen sehenswert

Auf dem Teerhof: in dem abschließenden älteren Gebäudekomplex finden Kunstinteressierte einen guten Anlaufpunkt

Im Mittelalter führte der Weg für alle, die in die Stadt wollten, am Teerhof vorbei, denn hier war die einzige Brücke über den Fluss. Im 14. Jahrhundert entstanden auf dem Teerhof mit der zunehmenden Bedeutung des Handels über den Seeweg - Bremen war seit 1260 mit zeitlichen Unterbrechungen Mitglied der Hanse - Werften und Handwerksbetriebe. Seinen Namen erhielt der Teerhof durch die vielfache Verwendung von Teer zum Abdichten von Ritzen und Planken bei Schiffsneubauten oder Reparaturen sowie bei der Konservierung von Tauen und Seilen.

2007 wurde auf dem Teerhof gegenüber dem Martinianleger auf der anderen Weserseite bei Bauarbeiten Interessantes aus der Geschichte Bremens ans Tageslicht gefördert. Reste der "Braut" und allerlei Gebrauchsgegenstände tauchten in der Baugrube auf. Der Wehrturm wurde zwischen 1522 und 1531 als Bollwerk gegen Feinde errichtet, die vermehrt vor den Toren Bremens auftauchten. Mit einer später aufgesetzten Turmhaube maß die "Braut" 55 Meter und war damit neben den Türmen von Dom und Ansgari-Kirche drittgrößter Turm und Bau in der Stadt. Als der Wehrturm in seiner ursprünglichen Funktion nicht mehr gebraucht wurde, da Bremen in der Fläche weiter gewachsen war und der Turm nun fern der Stadtgrenze stand, wurde er als Lager für Pulver und andere explosive Wehrmittel genutzt - bis am 22. September 1739 während eines Gewitters ein Blitz in die Turmhaube einschlug. Die Explosion um halb zwei Uhr in der Nacht tötete 32 Menschen und ließ brennende Trümmerteile über die Weser bis zum Dom fliegen und Straßenzüge in der Altstadt in Brand setzen. Als das Feuer gelöscht war, war ein Sechstel der Stadt ein Raub der Flammen geworden. Von dem 30 Meter breiten Herrlichkeitszwinger, wie er eigentlich aufrund seines Standortes auf der Herrlichkeit (heute Stadtwerder mit dem Teerhof als Spitze) hieß, mit seinen 4 Meter dicken mit Eisenstangen verstärkten Mauern, blieb nur wenig übrig und er wurde auch nicht wieder aufgebaut. Die "Braut" teilte damit das Schicksal mit dem "Bräutigam", dem Zwinger am Stephanitor, der rund 90 Jahre zuvor, am 4. August 1647, ebenfalls nach einem Blitzeinschlag in die Luft geflogen war.

Bronzeplastik "Großes Mädchen" von Klaus Effern auf dem Teerhof - Bremen sehenswert

Die Bronzeplastik "Großes Mädchen" (1999) von Klaus Effern ist nur eines von zahlreichen Kunstwerken auf dem Teerhof, im Hintergrund sieht man die Häuser an der Schlachte

Von der Schlachte lässt es sich übrigens sehr schön flussaufwärts am Wasser entlang radeln oder laufen. Der Weg führt vorbei am Weserstadion in der Pauliner Marsch bis zum Weserwehr in Hastedt, eine Tourbeschreibung finden Sie hier. Flussabwärts kommt man auf der Promenade an Bremens Jugendherberge vorbei und kann im Stephaniviertel einen Abstecher zum Lokalsender Radio Bremen machen, um sich zu dem Mops auf Loriots Sofa zu setzen. Nicht allzuweit nach dem GOP Varieté-Theater und dem Steigenberger Hotel endet der Weg bislang etwas abrupt vor dem Zaun des Firmengeländes von Kellogg’s in der Überseestadt. Aber weitergehende Planungen sind in Arbeit.

GOP Varieté-Theater neben der Stephanibrücke in der Überseestadt - Bremen sehenswert

 

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Karte

 

Weitere Informationen

www.schlachte.de

www.admiral-nelson.de

http://alex-das-schiff.de

www.weserburg.de

www.hal-oever.de

 

Rundtour: Von der Innenstadt zum Weserwehr & zurück

Von der Tiefer bzw. dem Altenwall, dem Weseruferabschnitt vor dem Schnoor und schräg gegenüber der DGzRS, dem Planetarium und der Sternwarte am anderen Ufer, führt ein schöner Weg für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer direkt am Wasser entlang flussaufwärts Richtung Weserwehr. Nach Überqueren des Weserwehrs führt der Rückweg der Tour über den Stadtwerder.
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Sporthafen am Weserstadion - Bremen sehenswert

 

Stephaniviertel

Das Stephaniviertel bildet den westlichen Abschluss der Altstadt und Keimzelle Bremens und gehört damit zu den ältesten Vierteln der Stadt. Bereits 1050 gründete Erzbischof Adalbert I. eine Priorei zu Ehren des Heiligen Stephan. Die auf einer Düne gelegene Priorei wurde in der deutschen Übersetzung Steffensberg (mons sancti Stephani) genannt. Adalberts erzbischöfliche Nachfolger richteten eine Pfarrei ein und ließen eine erste Kirche in dem dann auch Steffensstadt genannten Stephaniviertel bauen.
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Stephaniviertel Loriot-Sofa - Bremen sehenswert

 

Überseestadt

Als der Überseehafen hätte saniert werden müssen, entschloss man sich 1991 in der Hansestadt, das Becken einfach zu schließen. 1998 wurde der Überseehafen schließlich mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Zusammen mit dem ebenfalls stillgelegten, aber als Hafenbecken noch vorhandenen Europahafen war dies die Basis für die konzeptionelle Entwicklung und Entstehung der heutigen Überseestadt.
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Überseestadt - Bremen sehenswert

 

Durch Woltmershausen zum Lankenauer Höft

Eine richtig maritime Radtour führt von der Stephanibrücke durch den Hohentorshafen und durch Woltmershausen bis zum fast gänzlich von Wasser umgebenen Lankenauer Höft. Hinter dem Höft liegen einige Schiffe wie der 1957 gebaute Schlepper Greif in einem nicht abgesperrten Teil des Neustädter Hafens. Mit diesem Blick auf den Hafen endet diese Tour.
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Woltmershausen - Bremen sehenswert

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