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Bremen sehenswertDie Bremer Stadtmusikanten

 

An der linken Breitseite des Alten Rathauses, neben dem Eingang zur unteren Rathaushalle stehen in Bronze gegossen die Helden eines weltweit bekannten Märchens – die Bremer Stadtmusikanten. Dabei ist es bis heute ein strittiger Punkt, ob die ungleichen Vier – Esel, Hund, Katze und Hahn – überhaupt bis nach Bremen gekommen sind, denn darüber gibt das Märchen nicht wirklich schlüssig Auskunft. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig, denn auf die in dem Märchen transportierte Botschaft kommt es an. „...zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas besseres als den Tod findest du überall ...“, heißt es in dem Märchen, eine Anspielung auf das freiheitliche Denken und Streben der Bremer.

Dieser Aspekt wird in der ersten überlieferten Fassung des Märchens aus dem 12. Jahrhundert deutlicher als in der heute bekannten. Denn dort schlagen die Vier nicht Räuber, sondern einen Löwen, Wolf und Bären in die Flucht, allesamt Wappentiere Adeliger. Das Grundmotiv des Märchens ist seit der Antike bekannt und in vielerlei Variationen verarbeitet worden, wobei die der Gebrüder Grimm die bekannteste ist. Ausgedrückt werden in dem Märchen soziale Missstände - die Wehrlosigkeit und das Leiden der Untergebenen an der schlechten Behandlung durch ihre Herren etwa. In der realen Welt flüchteten z. B. viele abhängige Bauern vor ihren Fronherren in die Städte, um sich dort zu verstecken. Sie konnten frei werden, wenn sie nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht von ihren Herren gefunden wurden, oft genügte ein Jahr und 1 Tag.

Bremer Stadtmusikanten neben dem Rathaus - Bremen sehenswert

Das tierische Quartett wird oft besucht und angefasst, wie die blanken Beine zeigen

Bremen ist Ende oder – anders herum betrachtet - Anfang der Deutschen Märchenstraße, einer Fremdenverkehrsstraße, die sich auf 818 Kilometern größtenteils entlang der Weser von Bremen bis Hanau, der Geburtsstadt der Gebrüder Grimm, erstreckt. Das Bronzedenkmal der Bremer Stadtmusikanten von Gerhard Marcks aus dem Jahre 1953 in Blickweite des Marktplatzes ist daher eine Station vieler Touristen und immer wieder auch vieler Bremer. Auffallend sind die blanken Vorderbeine des Esels. Nach dem Volksglauben gehen Wünsche in Erfüllung, wenn man dort mit beiden Händen anfasst.

 

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Karte

 

Rathaus

Das ursprüngliche Alte Rathaus am Marktplatz wurde zwischen 1405 und 1412 errichtet. Von dem eher schlichten spätgotischen Backsteinbau sieht man heute nicht mehr viel. Die Renaissance-Fassade, die heute dem von der UNESCO geschützten Bau das schmucke Aussehen verleiht, wurde zwischen 1608 und 1614 von Lüder von Bentheim errichtet. Besonders oberhalb der Arkaden ist sie üppig verziert mit verschiedenen Darstellungen aus antiken Mythologien, die sich mit christlicher Symbolik, stadtbremischen Symbolen und anderen Darstellungen auf eigenwillige Weise mischen.
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Rathaus am Marktplatz - Bremen sehenswert

 

Unser-Lieben-Frauen-Kirche & Liebfrauenkirchhof

Etwa um 1020 wurde an der Stelle der heutigen Liebfrauenkirche eine erste Pfarrkirche außerhalb des umschlossenen Dombezirks aus Holz gebaut. Geweiht war die Kirche dem in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrten St. Veit. Rund 80 Jahre später erhielt der Bau den heutigen Südturm, heute ältester erhaltener Teil des Bauwerks. Teile der, neben dem St. Petri-Dom, ältesten Kirche wurden verwendet, als gegen 1160 an derselben Stelle zunächst eine dreischiffige Basilika mit drei Apsiden auf dem ältesten Markt der Stadt errichtet wurde.
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Liebfrauenkirche - Bremen sehenswert