Straßenszene aus dem Stadtteil Findorff - Bremen sehenswert

Bremen sehenswert - Die Hansestadt und ihre Sehenswürdigkeitenunterwegs in Brem' & 'n büschen umzu

Stadtmusikanten - Bremen sehenswert Sie sind hier: sehenswert in Findorff

Bremen sehenswertFindorff

 

Bremen - Hauptbahnhof von vorne

Weitaus sehenswerter im Vergleich zum Nordausgang ist die historische Front des Bahnhofsgebäudes

Verlässt man den 1886/89 nach den Plänen des Architekten Hubert Stier aus Hannover errichteten Hauptbahnhof durch den weit später angebauten modernen Nordausgang mit seiner großen Glasfront, befindet man sich mit der quer davor verlaufenden Theodor-Heuss-Allee im Stadtteil Findorff. Vielleicht gerade dem Zug entstiegen, zeigte sich in dem denkmalgeschützten vorderen von der Gustav-Deetjen-Allee sichtbaren Teil des Gebäudes auf der rechten Seite des Bahnhofsvorplatzes (Willy-Brandt-Platz) ein genau anderes Bild.

Bremen - Lloyd-Bahnhof

Frontansicht des ehemaligen Lloyd-Bahnhofs mit kupfernem Dachreiterturm und Wetterfahne in Form eines Segelschiffs, darunter das Firmenlogo des Norddeutschen Lloyd

Hier warteten vor gut 100 Jahren Menschen mit ihrer Habe auf ihre Weiterfahrt mit dem Zug nach Bremerhaven, von wo sie in mehreren Auswanderungswellen auf Passagierdampfern des Norddeutschen Lloyd (NDL) zu Millionen den europäischen Kontinent verließen, um jenseits des Atlantiks eine neue Heimat und eine neue Existenz zu finden. In dem von Rudolf Jacobs entworfenen und 1913 gebauten Lloyd-Bahnhof residiert heute das Courtyard Hotel - und Abschiede finden hier ebenso statt, fast täglich.

Bremen - Lloyd-Bahnhof

Maritime Symbole zieren die Balkongitter des ehemaligen Lloyd-Bahnhofs

Die 1881 im Schottischen Glasgow gebaute "Elbe" war einer der Schnelldampfer des NDL. Der knapp 128 Meter lange 4-Master mit 4-Zylinder-Verbunddampfmaschine und einer Maximalgeschwindigkeit von 16 Knoten (knapp 30 km/h) startete am Nachmittag des 29. Januar 1895 seine reguläre Linienfahrt von Bremerhaven über Southampton nach New York, es sollte eine verhängnisvolle für die Crew und die rund 200 Auswanderer werden. Trotz eines in den Morgenstunden aufkommenden Sturms bemerkte man zwar von der Brücke aus an Backbord die Positionslichter des Kohledampfers "Crathie", die auf Kollisionskurs fahrenden Briten machten allerdings keine Anstalten ihren Kurs zu ändern. Sie bemerkten den Schnelldampfer erst viel zu spät und krachten um 5:40 Uhr mit voller Fahrt in die Breitseite des Passagierdampfers. Fast alle eilig angelaufenen Rettungsversuche an Bord schlugen fehl, da die Aussetzvorrichtungen der Rettungsboote vereist waren und schließlich nur ein einziges zu Wasser gelassen werden konnte. Innerhalb von 20 Minuten versank das große Schiff in der eisigen Nordsee zwischen den Niederlanden und England und riss 332 Menschen mit in den Tod, nur 20 Menschen konnten dank eines zufällig vorbeikommenden Schiffes gerettet werden. Kapitän der "Elbe" war Kurt von Goessel. In der nach ihm benannten von der Findorffstraße abzweigenden Goesselstraße erinnert heute ein Relief an ihn. Übrigens hat der Kapitän der "Crathie" nach dem verschuldeten Unglück kehrt machen lassen Richtung Rotterdam, ohne sich um die Schiffbrüchigen zu kümmern.

Bremen - Dieses Relief erinnert in der Goesselstraße in Findorff an den Kapitän Kurz von Goessel des Norddeutschen Lloyd

Für seinen Mut geehrt: Kapitän Kurt von Goessel in der Goesselstraße. Das Relief ist Station 8 eines historischen Wanderweges durch den Stadtteil

Wasser spielte auch auf der anderen Seite der besagten Allee eine Rolle. Nach der Fertigstellung des Congress Centrums (CCB) am Rand der Bürgerweide im Jahr 1993 wollte man die zukünftig hoffentlich zahlreich erscheinenden Tagungsgäste auf einem speziell gepflasterten Weg quasi vom Nordausgang des Bahnhofs bis dorthin vor die Treppenstufen des Glasbaus geleiten. Den eigens dafür ausgerufenen künstlerischen Wettbewerb gewann der Berliner Rolf Julius. Sein „Klangbogen“ wurde 1995 eingeweiht. Ein erheblicher Teil der Baukosten in Höhe von 13 Millionen DM stammte zwar aus Töpfen der EU, dennoch hatten viele Bremerinnen und Bremer wenig Verständnis für diesen „überteuerten künstlerischen Firlefanz“ - und sie sollten teilweise recht behalten.

Bremen - Congress Centrum Bremen auf der Bürgerweide

Eingang zum Congress Centrum Bremen

Warum eigentlich? Nun gegen den 17 Meter breiten in einem Bogen geschwungenen Weg konnte man wenig einwenden, außer dass die Verantwortlichen die Oberfläche der verlegten Platten aus Granit gerne glatt poliert haben wollten und die teuren Steine zunächst auch so verlegen ließen. Das hätte sicherlich auch elegant ausgesehen, war aber eine etwas unglückliche Wahl, denn bei feuchtem Wetter wird eine derart gepflasterte spiegelglatte Meile schnell zum „Boulevard of broken bones“ (in Abwandlung eines Songtitels). Nach dieser Einsicht wurde der Belag also wieder hochgenommen und noch einmal mit der unscheinbaren stumpfen Unterseite als Lauffläche verlegt. Soweit der Bogen.

Bremen - Stele am Klangbogen auf der Bürgerweide

Bei Dunkeheit sorgen die Leuchtmittel in den Stelen für Licht am Wegesrand

Für den Klang sollte ausgefeilte Technik mit Abspielgeräten und Lautsprechern sorgen, die unter einer Reihe von Rosten im Boden und in den den Weg säumenden stählernen Stelen mit der Wegbeleuchtung untergebracht war. Die Vogelstimmen und das Plätschern eines japanischen Gebirgsbaches waren auch zu hören, aber weder vermochte es die Installation dem öden Platz mit viel Beton und Verkehr rings herum die Illusion einer zivilisationfreien Naturlandschaft überzustülpen, noch überhaupt zuverlässig und den Kosten entsprechend dauerhaft zu funktionieren. So war die „Klospülung“, wie Spötter die spärliche Klangkulisse bisweilen nannten, eher selten zu hören und ist mittlerweile verstummt.

Bremen - ÖVB-Arena auf der Bürgerweide

Dreimal ist Bremer Recht heißt es, aber doppelt hält besser: die sechs Träger der ÖVB-Arena recken sich in die Höhe

Das eigentliche Kunstwerk hier am Platz erhebt sich allerdings hinter diesem Kunstwerk im öffentlichen Raum, so zumindest die Meinung des Verfassers dieser Zeilen, und gemeint ist die Stadthalle bzw. ÖVB-Arena neben dem CCB. Ohne Frage kann man über Architektur in vielerlei Hinsicht streiten, aber so belanglos in ihrem äußeren Erscheinungsbild wie etwa das 2019 eingeweihte von dem Architekten Max Dudler entworfene sogenannte City Gate Bremen auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs - auf einem "Filet-Grundstück", wie es aus der lokalen Politik hieß und nur deshalb hier erwähnt - direkt hinter dem ÖPNV-Knotenpunkt, ist die markante Arena nun nicht.

Bremen - Messehallen auf der Bürgerweide

Messehallen

Den 1955/56 ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für den Bau hatten die seit Studienzeiten in Berlin befreundeten Max Säume und Günther Hafemann gewonnen, die sich 1948 in Bremen auch beruflich niedergelassen hatten, sowie der Wiener Architekt Roland Rainer. Die Erstgenannten waren vorab schon unter anderem mit dem Wiederaufbau der Getreideverkehrsanlage am Holz- und Fabrikenhafen, dem Bau des Speicher I am Europahafen in der heutigen Überseestadt oder dem Wiederaufbau des Paula-Becker-Modersohn-Hauses sowie des Hauses Atlantis in der Böttcherstraße in der Hansestadt fachlich tätig gewesen. Der ursprünglich mit 16 Millionen DM veranschlagte Bau wurde 1962 begonnen und nach wundersamer Kostensteigerung am 31. Oktober zwei Jahre später eingeweiht. Während Hafemann bereits vor Baubeginn gestorben war, erlebte Säume gerade noch das erste Sechstagerennen (Bahnradsport und heute Sixdays genannt), das 1965 erstmals in der Halle veranstaltet wurde und bis heute ein fester Termin im ersten Monat des Jahres ist. Nach beiden Architekten wurden im Stadtteil Blockdiek posthum Straßen benannt.

Bremen - Riesenrad auf dem Freimarkt auf der Bürgerweide

Blick auf das Riesenrad auf dem Freimarkt

Mit der 14.000 Besucherinnen und Besucher fassenden Mehrzweckhalle, dem benachbarten CCB und den angrenzenden Messehallen ist die Bürgerweide das Zentrum für vielfältige Großveranstaltungen in Bremen. Zumal sich nach dem Oktoberfest in München ein Teil der Schaustellerkarawane und weitere Marktbeschicker hier ein Stelldichein geben. Der zwei Wochen dauernde Freimarkt ist sozusagen Bremens fünfte Jahreszeit und das Volksfest ist mit seiner fast tausendjährigen Geschichte das älteste seiner Art in Deutschland. Wie fast überall gab es leider auch auf dem Freimarkt in der Vergangenheit einige wenige Unruhestifter, sodass die Regeln für einen Besuch strenger geworden sind, um Eskalationen zu reduzieren. So dürfen beispielsweise keine Flaschen mehr mitgebracht werden. Gut so. Ansonsten sind dem Vergnügen wenig Grenzen gesetzt, wenn der Geldbeutel es denn hergibt - kulinarische Leckereien sind ebenso im Angebot wie waghalsig erscheinende Karussells und Buden, an denen man sein Glück mit Blick auf den Hauptgewinn herausfordern kann.

Bremen - Schlachthof auf der Bürgerweide

Perspektivische Verzerrung: das Programm im Kulturzentrum Schlachthof ist vielleicht manchmal etwas "schräg", aber der Turm steht gerade

Das Kulturzentrum Schlachthof am Ende der Theodor-Heuss-Allee ist ein weiterer Veranstaltungsort am Rand des Platzes. Von leiser Kleinkunst bis zum lauten Heavy Metal Konzert gibt es hier ein buntes Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern, und junge Leute drehen draußen auf dem Skatepark akrobatisch am Rad. Der Schlachthof war einst ein ebensolcher, in dem im Jahr rund 65.000 Tiere geschlachtet und zerlegt wurden. Er entstand zwischen 1879 und 1882 und umfasste weit mehr Gebäude, als heute noch stehen, darunter den markanten Wasserturm, in dem auch Eis zur Kühlung des Fleisches produziert wurde. Nach der Verlegung des Schlachtbetriebes in den Stadtteil Oslebshausen lag das Werksgelände ab 1977 jedoch brach. Nach einem Beschluss der Bürgerschaft, dem Bremer Stadtparlament, wurden Markt- und Kesselhalle des alten Schlachthofs bereits ein Jahr später als Kulturzentrum genutzt. 1980 schließlich wurden weitergehende Planungen in die Tat umgesetzt und die Abrissbagger rollten an. Verschont blieben nur der Wasserturm, die Kesselhalle, ein Schornstein und ein angrenzendes Verwaltungsgebäude. Anschließend wurde der gesamte geschrumpfte Komplex zum Kulturzentrum und in ein Geschoss im Wasserturm zog die Schlachthofkneipe ein. Die Kneipe mit übersichtlicher Menükarte und guter Küche ist einfach eingerichtet, aber gemütlich mit einem Restcharme der früheren Nutzung und bis heute sehr beliebt. In den Sommermonaten kann man auch an Biertischgarnituren draußen sitzen.

Bremen - Röhren und das Bremer Rundfunkmuseum

Bis zur Erfindung der Transistoren und dem ersten vorgestellten Transistorradio 1953, liefen Radios seit Mitte der 1920er und andere Geräte mit Röhren. Röhren werden bis heute noch in vielen Gitarren-Verstärkern genutzt (Bild oben)

Bis zur Jahrtausendwende befand sich in einem flachen quadratischen Bau wenige Meter vom Schlachthof entfernt das 1978 von funkbegeisterten Radio-Sammlern gegründete Bremer Rundfunkmuseum. Die Räumlichkeiten mussten allerdings dem Bau der Messehallen weichen und so zogen die schmucken Röhrenradios aus längst vergangenen Zeiten, Funk- und Tonbandgeräte und was die Sammler sonst noch vor der Zerstörung und vor dem Vergessen gerettet hatten, schräg gegenüber des Kulturzentrums in das Gewerbegebiet Plantage um, wo Technikbegeisterte auch heute noch glänzende Augen bekommen und die Ohren spitzen können.

Bremen - Fußgängerbrücke über den Torfkanal

Schnurgerade verläuft der Torfkanal zwischen Findorff und dem Bürgerpark. War früher das Gewässer im Winter zugefroren, liefen die Menschen hier Schlittschuh

Begibt man sich auf der Findorffstraße entlang der teilweise netten Wohnstraßen mit altem sehenswerten Baubestand auf der linken Seite vom Schlachthof aus in Richtung Messehallen, stößt man hinter den Gebäuden nicht nur auf den Bürgerpark, sondern auch auf den Torfhafen (oder auch Torfbassin). Er wurde 1873 angelegt und ersetzte einen älteren und kleineren mit einem Kran, der wenig später mitsamt einem Teil des dorthin führenden Torfkanals zugeschüttet und mit dem Schlachthof, der Findorffstraße sowie Wohnhäusern überbaut wurde. Der verkürzte Torfkanal endet in dem heutigen Hafen und wurde bereits 1819 ausgehoben, um auf dem Wasserweg Torf aus den Moorgebieten wie dem Teufelsmoor im niedersächsischen Umland nach Bremen zu transportieren.

Unterwegs im Teufelsmoor

Bei Spaziergängen durch die Moorgebiete kann man bis heute sehen, wo der Torf abgestochen wurde. Manche Wege werden allerdings vom Herbst bis Frühjahr gesperrt

Der Weg der sogenannten Torfkähne führte zunächst über Flüsse wie die Wümme an die Stadtgrenze der Hansestadt, danach ging es über Kanäle bis in die Stadt hinein. Mit Tausenden von Fahrten vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachten die vergleichsweise kleinen dunklen Holzboote mit geringem Tiefgang den durch die Verrottung von Pflanzen entstandenen Naturstoff, der anschließend verheizt wurde, bis nach Findorff. Auch heute liegen Torfkähne seit der Reaktivierung des Hafens in dem kleinen Becken, sie dienen allerdings nur noch Vergnügungsfahrten für Ausflügler.

Bremen - der Torfkahn Moorbeeke im Torfhafen im Stadtteil Findorff

Der Torfkahn "Moorbeeke" mit Leihkanus im Torfhafen. Die Boote wurden wahlweise gesegelt, mit rund vier Meter langen Stangen gestakt und getreidelt

 

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Weitere Informationen

Kulturzentrum Schlachthof
Findorffstraße 51
28215 Bremen
Tel.: 0421 / 377750
E-Mail: info@schlachthof-bremen.de
www.schlachthof-bremen.de
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Schlachthofkneipe
Findorffstraße 51
28215 Bremen
Tel.: 0421 / 371661
Fax: 0421 / 3777511
E-Mail: info@schlachthofkneipe.de
http://schlachthofkneipe.de
Geöffnet: Montag - Sonntag ab 17 Uhr

Bremer Rundfunkmuseum e.V.
Findorffstraße 22 – 24
28215 Bremen
Tel.: 0421 / 357406
E-Mail: info@Bremer-rundfunkmuseum.de
www.Bremer-rundfunkmuseum.de
Geöffnet: Dienstag bis Donnerstag und Sonntag 10 - 15 Uhr, an gesetzlichen Feiertagen geschlossen

www.torfkaehne-bremen.de
Informationen und Buchungen im Bremer Geschichtenhaus im Schnoor
Wüstestätte 10
28195 Bremen
Tel.: 0421 / 33626–51
Fax: 0421 / 33626–52
Montag - Freitag 9.30 - 16.30 Uhr
E-Mail: buchung@torfkaehne-bremen.de
Bitte möglichst 14 Tage im Voraus Buchen

Papageienschutz-Centrum Bremen e. V.
Fluggehege für geschädigte Papageien:
Salzburgerstr. 2a
28219 Bremen-Findorff
Tel.: 0421 / 1630723
Fax: 0421 / 3468851
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https://papageienschutz.de

Altes Pumpwerk e.V.
Salzburger Straße 12
28219 Bremen
Tel.: 0421 / 988-1111
E-Mail: kontakt@altespumpwerk.de
www.altespumpwerk.de

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven - Deutsches Auswandererhaus®

In dem 2005 eröffneten Deutschen Auswandererhaus wird eindrucksvoll und anschaulich die Geschichte der Auswanderung nach Amerika in fünf Epochen zwischen 1830 und 1974 inszeniert. Insgesamt verließen 7,2 Millionen Menschen über Bremerhaven das Land, um jenseits des Atlantiks eine neue Heimat zu finden und eine neue Existenz zu gründen. Für die emotional mitreißende Inszenierung mit geschichtlich fundiertem Hintergrund erhielt das Haus 2007 den Europäischen Museumspreis.
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Bremerhaven Deutsches Auswandererhaus - Bremen sehenswert

 

Überseestadt

Als der Überseehafen hätte saniert werden müssen, entschloss man sich 1991 in der Hansestadt, das Becken einfach zu schließen. 1998 wurde der Überseehafen schließlich mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Zusammen mit dem ebenfalls stillgelegten, aber als Hafenbecken noch vorhandenen Europahafen war dies die Basis für die konzeptionelle Entwicklung und Entstehung der heutigen Überseestadt.
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Überseestadt - Bremen sehenswert

 

Böttcherstraße

Spätestens seit 1931 verbindet sich mit dem Namen Böttcherstraße jedoch weniger der Geruch von Holz und das Geräusch von Hammerschlägen der Böttcher, sondern ein ganz besonderes, nahezu geschlossenenes Ensemble von Häusern. Auf einer Länge von etwas mehr als einhundert Metern schaffen Museen, offene Kunsthandwerkstätten, Einzelhändler mit eher gehobenem Angebot, Gastronomie und ein Hotel eine ganz eigene Atmosphäre zwischen Back- und Sandsteinbauten, die in Bremen einzigartig ist.
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Böttcherstraße - Bremen sehenswert

 

Freimarkt

Was für die einen schlicht eine Kirmes oder ein großer Rummelplatz ist, ist für die anderen ein Ereignis, das in seiner Wichtigkeit mit Weihnachten auf gleicher Ebene steht. Tatsache ist jedoch, das einem Großteil der Hansestädter der Freimarkt als „fünfte Jahreszeit“ und unumstößliche Bremer Tradition gilt. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Bremerinnen und Bremer können auf eine fast tausendjährige Geschichte ihres Volksfestes zurückblicken und damit ist der Freimarkt das älteste Volksfest in Deutschland.
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Freimarkt - Bremen sehenswert

 

Bürgerpark

Eine grüne Oase in Innenstadtnähe und viel genutztes Naherholungsgebiet ist der Bürgerpark. Die ausgedehnte Anlage, die sich an die heutige Bürgerweide hinter dem Bahnhof anschließt, ist ein von den Bürgerinnen und Bürgern selbst initiierter Park. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte man bereits die alten Wehranlagen der Stadt abgebaut und die Wallanlagen in eine Parklandschaft verwandelt. Doch anlässlich der rasant wachsenden Stadt im Laufe des Jahrhunderts wurde der Ruf nach mehr Grünräumen immer lauter.
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Meierei im Bürgerpark - Bremen sehenswert

 

Nach Vegesack mit dem Rad

Los geht’s vom Bremer Hauptbahnhof, über die Bürgerweide an der markanten Stadthalle, Kongress-Zentrum und den Messehallen vorbei durch Findorff am Torfkanal entlang. Der am Rande des Bürgerparks und des Stadtwaldes verlaufende Kanal wurde zwischen 1817 und 1826 angelegt, um Torf aus dem niedersächsischen Teufelsmoor bei Worpswede auf Torfkähnen nach Bremen zu bringen. Heute kann man Ausflugsfahrten auf den charakteristischen schwarzen Holzbooten buchen.
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Torfhafen im Stadtteil Findorff - Bremen sehenswert

 

Aktivitäten auf & im Wasser in Bremen

In einer Stadt an einem großen Fluss und mit zahlreichen Seen liegt es nahe, sportliche Aktivitäten oder das, was man individuell dafür hält, vom Land auf das Wasser auszudehnen. Die familientauglichste Aktivität auf dem nassen Element ist sicherlich die Fahrt mit einem Ruderboot auf den Kanälen des Bürgerparks.
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Bootsverleih im Bürgerpark - Bremen sehenswert

 

Worpswede

1889 legten die Maler Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende mit ihrem Entschluss in dem kleinen bis dato unbekannten Dorf zu arbeiten und zu wohnen sozusagen den Grundstein für dieses Zentrum der Kunst. Ihnen folgten schnell weitere Künstlerinnen und Künstler wie die Malerin Paula Becker, der Dichter Rainer Maria Rilke, Clara Rilke-Westhoff, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und später der Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker Bernhard Hoetger, nach dessen Entwürfen u.a. das Paula-Becker-Modersohn-Haus in der Bremer Böttcherstraße gebaut wurde.
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Worpswede - Bremen sehenswert

 

Nach Lilienthal mit dem Rad

Rund 11 Kilometer sind es von der Innenstadt in Bremen bis nach Lilienthal in Niedersachsen direkt hinter der Stadtgrenze. Auch wenn die Tram der Linie 4 beide Orte miteinander verbindet, macht eine Tour mit dem Fahrrad mehr Spaß. Auf dem Jan-Reiners-Weg radelt man ohne Autoverkehr durch eine grüne Landschaft und auch in Lilienthal selbst führt der Weg entlang der Wörpe über kleine Wege ohne dichten Verkehr in das historische Zentrum der Stadt.
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Hollerland - Bremen sehenswert

 

Schwachhausen - Sehenswertes in Bahnhofsnähe

Der 1913 errichtete Lloyd-Bahnhof am Hauptbahnhof war eine Wartestation für die Auswanderer, die mit den Schiffen des Norddeutschen Lloyd von Bremerhaven aus Europa verließen. Von hier ging die Fahrt zunächst mit dem Zug weiter. Die Reederei ging nach der Fusion mit der Reederei HAPAG in dem Unternehmen HAPAG-Lloyd mit Sitz in Hamburg auf. Schräg gegenüber befindet sich das Anti-Kolonial-Denkmal "Elefant".
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Der Lloyd-Bahnhof am Bremer Hauptbahnhof - Bremen sehenswert

 

Anti-Kolonial-Denkmal Elefant

Auftraggeber des Backsteinbaus war die Deutsche Kolonialgesellschaft, die das Denkmal am 6. Juli 1932 einweihte. In der traditionell eher weltoffenen Hansestadt war der Bau allerdings bereits damals umstritten, stand er doch nicht nur zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg in den ehemals deutschen Kolonien Gefallenen, sondern auch für die Unterdrückung und Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung eben dort.Der Elefant steht seit Restaurationsarbeiten und der Umwidmung 1989 als Anti-Kolonial-Denkmal für Gleichheit und Gerechtigkeit und als Mahnmal gegen Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung.
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Anti-Kolonial-Denkmal Elefant - Bremen sehenswert

 

Übersee-Museum

1896 öffnete das heutige Übersee-Museum unter dem Namen „Städtisches Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde“ erstmals seine Tore. Die gezeigten Exponate stammten zunächst aus den „Städtischen Sammlungen für Naturgeschichte und Ethnographie“ die in Teilen als „Handels- und Kolonialausstellung“ auf der „Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung“ im Jahre 1890 mit viel Erfolg gezeigt wurden. Seit der Gründung haben sich die Konzeptionen mehrmals gewandelt, bis hin zu einer stärkeren museumspädagogischen Ausrichtung, die bis heute Bestand hat.
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Übersee-Museum - Bremen sehenswert

 

Innenstadt: die Haupteinkaufsstraßen

Die Lloyd-Passage verläuft parallel zur Obernstraße, an der auch die Sögestraße endet. Dort befindet sich mit dem „Pferdebrunnen“ ein weiterer beliebter Treffpunkt. Oft stehen Menschen hier auf jemanden wartend. Der nett anzusehende Brunnen aus Bronze und Messing wurde von dem Juwelier Brinkmann & Lange anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums gestiftet und steht seit 1974 an dieser Stelle auf dem Fußweg. Auch wenn der Entwurf nicht von Gerhard Lange stammt, ähnelt der Brunnen doch sehr den von ihm entworfenen drei weiteren Pferdebrunnen in anderen Teilen der Stadt.
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Pferdebrunnen - Bremen sehenswert

 

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