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Bremen sehenswertFocke-Museum (2)

 

Focke-Museum - Passagierdampfer des Norddeutschen "Berlin" Llpyd als Modell - Bremen sehenswert

Modell (Leihgabe) des 15.000 BRT großen Passagierdampfers "Berlin" des Norddeutschen Lloyd, der am 24. März 1925 auf der Werft "Bremer Vulkan" in Vegesack vom Stapel lief. In dem ehemaligen Firmengebäude des Lloyd neben dem Hauptbahnhof residiert heute ein Hotel, das Schiff im Original liegt seit 1986 auf dem Grund des Schwarzen Meeres.

Bremer Kaufleute sind schon seit Jahrhunderten in aller Welt unterwegs, um Waren zu exportieren und zu importieren, wie ihr Leitspruch zeigt: „buten un binnen, wagen un winnen“, so steht’s über dem Portal des Schütting, des Hauses der Kaufmannschaft am Marktplatz zu lesen. Davon konnte sie auch eine zeitweise schwedische Besatzung im 17. Jh. nicht abhalten. Und die Schiffe für den weltweiten Handel wurden auch gleich vor Ort gebaut, bis hin zu Supertankern in den 1970er Jahren für griechische Reeder auf der Werft „AG Weser“. Das Museum zeigt den über die Zeit gewachsenen Wohlstand der Bürger, die Seefahrtgeschichte und den Schiffbau in der Stadt mit zahlreichen Objekten und Modellen. In einem Innenhof des Museumsbaus ist es nicht bei einem Modell geblieben, hier liegt der außer Dienst gestellte Seenotkreuzer „Paul Denker“ (Bj. 1967) der DGzRS auf dem Trockenen.

Focke-Museum - Teleskop des Arztes und Astronomen Heinrich Wilhelm Olbers aus dem 19. Jh. - Bremen sehenswert

Das Teleskop von Heinrich Wilhelm Olbers aus dem 19. Jh.. In der Walter-Stein-Sternwarte in der Neustadt wird ihm bis heute nachgeeifert, auch mit größerem "Geschütz"

Zu Lande, zu Wasser und ja, die Fockes wurden erwähnt, auch für den Himmel interessieren sich die Bremerinnen und Bremer schon lange. Doch bevor eines der hier gebauten Flugobjekte oder gar Satelliten in die Luft gegangen ist, haben Menschen erst einmal hochgesehen. Einer davon war der bis 1840 in Bremen wirkende Arzt und Astronom Heinrich Wilhelm Olbers, dessen Teleskop heute im Focke-Museum zu sehen ist.

Im Obergeschoss befindet sich der Sonderausstellungsbereich des Museums. Mit Einweihung des Schaumagazins 2002 erweiterte sich nicht nur dessen Fläche, sondern in dem Kubus mit patinierter Kupferverkleidung kann man auf rund 1000 qm, verteilt auf zwei Ebenen, vieles von dem sehen, was in der Dauerausstellung keinen Platz mehr gefunden hat und das ist richtig viel. Das Museum baut auch hier auf multimediale Unterstützung der Ausstellung.

Focke-Museum - alte Geldtruhe im Schaumagazin - Bremen sehenswert

Zur überdimensionierten Spendendose umfunktionierte historische Truhe für Wertsachen im Kubus

Eigentlich müsste es die Dauerausstellungen heißen, denn im Eintrittspreis inbegriffen ist auch der Besuch von vier weiteren Gebäuden auf dem als Park angelegten viereinhalb Hektar großen Gelände. Von einem Hof in Tarmstedt stammt die gleichnamige reetgedeckte Scheune. Ursprünglich wurde der Fachwerkbau 1803 errichtet, wie eine Inschrift zeigt, später dort jedoch ab- und auf dem Museumsgelände 1973-74 wieder aufgebaut. In dem Bau werden landwirtschaftliche Gerätschaften und die damit verrichteten Arbeiten thematisiert. Einen Einblick in früheres ländliches Leben bekommt man gleich nebenan im Haus Mittelsbüren. Das Dorf Mittelsbüren lag bis in 1950er Jahre flussabwärts an der Weser, dann musste die Ansiedlung dem Bau des Stahlwerks weichen, das heute zum ArcelorMittal-Konzern gehört.

Das seit 1973 unter Denkmalschutz stehende Bauernhaus wurde bereits 1964 auf dem Gelände wiedererrichtet, im Jahr der Eröffnung des Haupthauses. Die Geschichte des Hauses an seinem ursprünglichen Standort reicht allerdings bis 1586 zurück. Beim Betreten durch die Eingangstür heißt es: Kopf einziehen, sonst Beule. Zum einen waren die Menschen damals im Durchschnitt kleiner und zum anderen wurden Fenster und Türen klein gehalten, um die Innenräume besser temperieren zu können. Im Winter wurde das Vieh mit ins Haus geholt und bewohnte einen separaten Teil. Gekocht wurde trotz Reetdach über offenem Feuer im zentralen Raum des Hauses, in dem sich auch das tägliche Leben des Bewohner abspielte, über das man als Besucher einen guten Einblick bekommt.

Focke-Museum - Blick durch das Franzosen-Tor auf den Eichenhof links und das Gutshaus rechts - Bremen sehenswert

Im Vordergrund das Franzosentor, einer der Eingänge zum Gut Riensberg. Dahinter links der Eichenhof und rechts das Gutshaus

Die zwei anderen Häuser gehörten zu dem Gut Riensberg, auf dessen Boden das Focke-Museum heute steht. Im Eichenhof, der ehemaligen Scheune des Gutes, treten Besucher eine Zeitreise in die Ur- und Frühgeschichte der Region bis in das erste Jahrtausend an. Steinzeitliche Werkzeuge und Schmuck aus Edelmetall findet sich ebenso in den Vitrinen wie Gegenstände aus Bronze- und Eisenzeit, darunter Waffen und Alltagsgegenstände. Bemerkenswert ist ein bronzener Kammhelm.

Focke-Museum - das alte Gutshaus von Gut Riensberg mit der Skulptur Terra - Bremen sehenswert

Deutlich heben sich die zwei Teile des alten Gutshauses voneinander ab. Terra, die römische Göttin der Erde, 1766 von Giovanni Antonio Cybei aus Marmor gearbeitet, war ursprünglich Teil eines Quartetts auf dem Landgut Heineken im heutigen Oberneuland

Die Geschichte des Gutes reicht bis in das 13. Jh. zurück, so alt ist benachbarte ehemalige Gutshaus nicht. Das denkmalgeschützte Haus besteht eigentlich aus zwei Teilen, wovon der ältere ehemals Stall und Heuboden war. Auf diesen Teil mit der großen Tür blicken Besucher, wenn sie durch das so genannte in der zweiten Hälfte des 18. Jh. geschmiedete Franzosentor das Gelände betreten. Der klassizistische hintere Teil des Hauses ließ der damalige Gutsherr 1768 anbauen. Gezeigt wird in dem Gebäude europäische Glaskunst und bremische Wohnkultur mit Möbeln vom 16. bis zum 20. Jh., darunter das von dem in Bremen geborenen Künstler Heinrich Vogeler 1909 im deutschen Jugendstil entworfene „Zimmer einer jungen Frau“. Neben der Wohnkultur befindet sich im Obergeschoss auch das Kindermuseum mit großer Spielzeugsammlung, die einen Bogen vom Mittelalter bis zu digitalen Medien der Gegenwart spannt. Hier dürfen Besucher übrigens sogar selber spielen.

Neben angewandter Kunst im Museum findet sich Kunst auch im Park. Zahlreiche Skulpturen bevölkern den Park. Nach einem ausgiebigen Besuch des Museum mit seine Fülle an Objekten, bekommt die Bronzeskulptur „Füllhorn“ vor dem Haupthaus, die der Bremer Bildhauer Paul Halbhuber 1985 entwarf, eine wirklich treffende Bedeutung.

Focke-Museum - Bronzeskulptur „Füllhorn“ vor dem Haupthaus - Bremen sehenswert

Bronzeskulptur „Füllhorn“ vor dem Haupthaus

Zeitgleich zum Museum ist angrenzend an den Eichenhof „Focke’s Café“ geöffnet, in dem nicht nur Kaffee und Kuchen angeboten werden, sondern auch warme Speisen. Für einen Verdauungsspaziergang bietet sich der nahe gelegene Riensberger Friedhof an, der zwischen 1873 und ’75 auf Feldern des Gut Riensberg angelegt wurde und auf dem viele Persönlichkeiten der Hansestadt bestattet wurden.

 

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Karte

 

Weitere Informationen

Focke-Museum
Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Stiftung des öffentlichen Rechts
Schwachhauser Heerstr. 240
28213 Bremen
Tel.: 0421 / 699 600 - 0
Fax: 0421 / 699 600 – 66
Geöffnet: Dienstag 10 - 21 Uhr, Mittwoch - Samstag 10 - 17 Uhr, Sonntag 10 - 18 Uhr
E-Mail: post@focke-museum.de
www.focke-museum.de

Verein von Freunden des Focke-Museums e.V.
Schwachhauser Heerstraße 240
28213 Bremen
Tel.: 0421 / 699 600 91
Fax: 0421 / 699 600 66
E-Mail: ffm@focke-museum.de

 

Vegesack

Der sehenswerteste Bereich erstreckt sich rund um den Fähranleger. Von den Sitzplätzen der Cafés und Restaurants in der Nachbarschaft kann man fast dem Fährbetrieb zusehen. Auf dem Platz davor erheben sich die gewaltigen Unterkiefer eines Blauwals. 7,1 Meter lang, bis zu 1 Meter breit und 1,2 Tonnen schwer waren die Knochen des 26 Meter langen Tieres, die der Hafenort 1961 geschenkt bekam.
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Vegesack - Bremen sehenswert

 

Schütting

Am Rande des Marktplatzes erhebt sich der Schütting, das Haus der Kaufmannschaft, früher das Gilde- und Kosthaus. Der zwischen 1537 und 1538 von einem Antwerpener Baumeister im Stil der flandrischen Renaissance errichtete Bau ist bereits der zweite Schütting an dieser Stelle. Bis heute fast gänzlich im Original erhalten geblieben ist der Ostgiebel, der 1565 von einem bremer Steinmetz geschaffen wurde. Eine Neugestaltung der marktseitigen Front im Jahre 1595 brachte eine stilistische Veränderung zur Weserrenaissance.
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Der Schütting - Bremen sehenswert

 

Sternwarte & Planetarium

An ausgewählten Tagen können auch Besucher einen Blick durch die großen stationären und die kleineren mobilen Teleskope der Walter-Stein-Sternwarte werfen, die dann auf der Terrasse aufgestellt werden. Im Olbers-Planetarium im selben Haus halten Mitglieder der Gesellschaft Vorträge zu wechselnden Themen. Das 1952 eröffnete Olbers-Planetarium gehört mit seiner Kuppe von 6 Metern Durchmesser zu den Kleinplanetarien. Für die Besucher stehen 35 Plätze (auch behindertengerecht) zur Verfügung.
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Sternwarte und Planetarium - Bremen sehenswert

 

Parks & Mühle in Oberneuland

Seine Geschichte und ehemals dörfliche Struktur merkt man dem Stadtteil an, wenn man etwa die Oberneulander Landstraße hinunter fährt oder geht. Im Sommer sorgt das Grün alter Bäume für reichlich Schatten. An der zur Landesgrenze gelegenen Straßenseite tun sich mehrere Lücken in der Wohnbebauung auf, denn hier befinden sich gleich drei Parks, die zu einem Besuch einladen.
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Mühle in Oberneuland - Bremen sehenswert

 

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Focke-Museum - Blick in die Ausstellung - Bremen sehenswert