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Bremen sehenswertNach Lilienthal mit dem Fahrrad (3)

 

Lilienthal - die Wörpe am Mühlendeich

Die Wörpe am Mühlendeich: schwer, sich an dem Rinnsal eine Wassermühle vorzustellen

Die Geschichte der Mühle reicht aber wohl bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Nonnen im Jahr 1232 begannen, das von dem Bremer Erzbischof Gerhard II. neu gegründete Kloster Vallis Liliorum zu bewirtschaften. Vallis Liliorum, Tal der Lilien, benannt nach der weißen Lilie, dem Symbol der Jungfrau Maria - der Name des Klosters wurde zum Ortnamen. Mit Beginn des Klosterbetriebs leitete man auch den ursprünglichen Verlauf der Wörpe in sein heutiges Bett um.

Lilienthal - Altes Amtsgericht in der Klosterstraße

Altes Amtsgericht

Trotz des Übertritts der Zisterziensernonnen zur lutherischen Lehre zwischen 1540 und 1604 während der Reformationszeit, vielleicht auch um einer Vertreibung zu entgehen, verlor das Kloster im Laufe der Zeit seine einstige Größe und Bedeutung. Bis es schließlich während des Dreißigjährigen Krieges, der als Reformationskrieg begonnen hatte und 1648 mit dem „Westfälischen Frieden“ ein Ende finden sollte, unter schwedischer Herrschaft zwei Jahre vor Kriegsende aufgelöst wurde. Im Zuge der Säkularisierung gingen viele Klöster und ihr Besitz während und nach dem Krieg in staatliches Eigentum über und verschwanden wie das in Lilienthal durch Abriss.

Lilienthal - Klosterkirche St. Maria

Ostseite der Klosterkirche St. Maria, links erstreckt sich der Amtsgarten

Neben einem denkmalgeschützten Gebäude, das als „Altes Amtsgericht“ heute der kommunalen Jugendarbeit dient, wurde lediglich die von 1250 bis 1262 aus Backstein erbaute Klosterkirche St. Maria erhalten. Die einschiffe Saalkirche wurde mehrfach und in großem Maße 1738 und 1976 umgebaut und wird bis heute als Sakralbau genutzt. Bei den letzten Umbaumaßnahmen wurden Teile wertvoller Wandgemälde freigelegt, die biblische Themen zeigen und die Kunstfertigkeit der damaligen Nonnen belegen. Ferner gibt es einen 1738 hergestellten hoch aufragenden Kanzelaltar in Barockbauweise aus Holz und eine Orgel des Orgelbauers Johann Hinrich Röver, die er 1884 hier unter dem Kreuzgewölbe erstmals ertönen ließ.

Lilienthal - Klosterkirche St. Maria - Skulptur Jan und Lili

Die Skulptur Jan und Lili von Ingeborg Ahner-Siese steht zwischen Rathaus und Kosterkirche

Neben der Kirche erstreckt sich der Amtsgarten und in direkter Nachbarschaft befindet sich heute das Rathaus. Hier im Amtsgarten hatte der 1816 verstorbene Astronom Hieronymus Schroeter in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die europaweit größte Sternwarte errichtet, so passen denn auch die Namen der Straßen Amtsstraße und Sternwartestraße, die unweit der Grünanlage von der Klosterstraße abgehen. Die Straßen, die seinen Namen und die der schon genannten Astronomen tragen, liegen in einem anderen Teil Lilienthals.

Lilienthal - Sparkasse in der Klosterstraße

Sparkasse in der Klosterstraße / Ecke Amtsstraße, gebaut 1903

Folgt man der Klosterstraße vorbei am Alten Markt, wo neben dem Schroeter-Denkmal ein Wochenmakrt stattfindet, bis zur Hauptstraße und biegt dort rechts ab, stößt man bald auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf das schon erwähnte Amtmann-Schroeter Haus.

Eigentlich wäre damit ein Besuch Lilienthals mit Rad von Bremen aus weitgehend abgeschlossen. Aber wir planen noch einen Besuch des Lilienhofs im zu Lilienthal gehörenden Stadtteil Worphausen. Dafür fahren wir zunächst weiter nach Falkenberg, wo wir am Schulmuseum „Alte Schule Falkenberg“ vorbeikommen. Das ehemalige Schulgebäude der Oberschule wurde 1910 errichtet und wird heute von dem Schulmuseum, einer Begegnungsstätte und der Volkshochschule genutzt.

Lilienthal - Alte Schule Falkenberg

Die "Alte Schule Falkenberg" mit dem Schulmuseum

Grundsätzlich kann man zu beiden Seiten der Straße gut radeln, aber die zwar abgerundeten dennoch mehrere Zentimeter hochstehenden Kantsteine an Straßeneinbiegungen nerven kolossal, das hat man vielerorts schon deutlich besser gelöst gesehen. Von der Endstation der Tram in Falkenberg geht’s nun richtig auf’s Land. Die Falkenberger Landstraße geht in die Worphauser Landstraße über, die mit anderen Straßennamen schließlich bis Worpswede führt, aber soweit wollen wir ja nicht.

Lilienthal - Lilienhof in Worphausen

Lilienhof in Worphausen mit dem Bauernhaus links und der Scheune rechts, der Bau im Hintergrund ist das Handwerkerhaus (s.u.)

Der Lilienhof ist ein sehenswertes etwas versteckt gelegenes Ensemble historischer bäuerlicher Gebäude, wie sie ein großer bewirtschafteter Bauernhof nutzte. Hier finden sich ein Schafstall, ein Spieker (Speicher, 1720), ein Backhaus (1738) , ein Bauernhaus (1651) und eine Scheune. Gepflegt wird die Anlage von dem eingetragenen Verein Worphüser Heimotfrünn. Die Bauten sind hübsch anzusehen, aber ein Besuch lohnt eher, wenn auf dem Lilienhof eine Veranstaltung läuft, etwa wenn Backtag ist und es Kaffee und frischen Butterkuchen aus dem Steinbackofen gibt.

Lilienthal - Lilienhof Handwerkermuseum

Handwerkermuseum

Gleich nebenan gibt es ein Ensemble aus Handwerkerhaus, Handwerkermuseum, Schmiedehütte und Bauhütte des Oll'n handwarkers ut Worphausen un annere Dörper e. V., der sich um aussterbende Handwerksberufe kümmert, Kurse anbietet und Kunst- und Kunsthandwerkermärkte veranstaltet.

 

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Karte

 

Weitere Informationen

www.lilienthal.de

Lilienhof / Handwerkermuseum-Lilienhof
Worphauser Landstraße 26b
28865 Lilienthal-Worphausen
www.lilienhof-worphausen.de

 

Vom Hauptbahnhof in Bremen nach Vegesack per Rad

Los geht’s vom Bremer Hauptbahnhof, über die Bürgerweide an der markanten Stadthalle, Kongress-Zentrum und den Messehallen vorbei durch Findorff am Torfkanal entlang. Der am Rande des Bürgerparks und des Stadtwaldes verlaufende Kanal wurde zwischen 1817 und 1826 angelegt, um Torf aus dem niedersächsischen Teufelsmoor bei Worpswede auf Torfkähnen nach Bremen zu bringen.
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Vom Hauptbahnhof nach Vegesack per Rad - Bremen sehenswert

 

Künstlerkolonie & Bauerndorf Fischerhude

Wegweiser machen jeder bis dato unwissenden Besucherin und jedem Besucher deutlich, dass sich dieser Ort von vielen anderen von der Tradition her bäuerlich geprägten Dörfern deutlich unterscheidet. Fischerhude ist hipp. Zahlreiche Cafés und Restaurants, Keramik-Ateliers, Kunstgalerien, ein Heimatmuseum, das Modersohn-Museum und weitere buhlen um die Gunst eines mehr und manchmal auch weniger kunstinteressierten Publikums, das regelmäßig in größerer Zahl durch Fischerhude bummelt.
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Fischerhude - Bremen sehenswert

 

Worpswede

1889 legten die Maler Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende mit ihrem Entschluss in dem kleinen bis dato unbekannten Dorf zu arbeiten und zu wohnen sozusagen den Grundstein für dieses Zentrum der Kunst. Ihnen folgten schnell weitere Künstlerinnen und Künstler wie die Malerin Paula Becker, der Dichter Rainer Maria Rilke, Clara Rilke-Westhoff, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und später der Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker Bernhard Hoetger, nach dessen Entwürfen u.a. das Paula-Becker-Modersohn-Haus in der Bremer Böttcherstraße gebaut wurde.
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Worpswede - Bremen sehenswert

 

Radrundtour in Bremen: Von der Innenstadt zum Weserwehr & zurück

Auf dem Weg zurück Richtung Innenstadt kommt man an Sportanlagen, Café Sand mit dem kleinen Strand ebenso vorbei, wie an einem Reisemobilstellplatz mit über 70 Stellplätzen mit vielen Bäumen direkt an der Weser. Mit dem rollenden Heim könnte man kaum besser stehen, mit dem Rad ist man in wenige Minuten im Stadtteil Neustadt und in der Innenstadt. Nicht weit vom Stellplatz entfernt erhebt sich aus rotem Backstein ein Bau, den die Bremerinnen und Bremer liebevoll "umgedrehte Kommode" nennen, ein Vergleich, der bei genauer Betrachtung nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
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Weserwehr

 

Aktivitäten auf & im Wasser in Bremen

Da nun nicht jeder ein Boot sein eigen nennt, trifft es sich gut, dass man Kanus und Kajaks auch ganz unkompliziert leihen kann, zum Beispiel am Torfhafen im Stadtteil Findorff, der an den Bürgerpark grenzt oder gleich hinter der Stadtgrenze in der Kanu-Scheune in Lilienthal, wohin man bequem mit der Straßenbahn Linie 4 gelangt.
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Aktivitäten auf und im Wasser - Bremen sehenswert

 

Weserfahrt Bremen - Bremerhaven

Natürlich kann man für einen Besuch Bremerhavens von Bremen aus das Auto nehmen oder man steigt am Hauptbahnhof in den Regionalzug. Aber bei entsprechendem Wetter und der nötigen Zeit ist es interessanter, die Strecke auf der Weser zurückzulegen. Hal över bedient die Verbindung von Mai bis September. Das Schiff startet ab dem innenstadtnahen Martinianleger an der Schlachte.
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Mit dem Schiff von Bremen nach Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven allgemein

Erst 1827 wurde Bremerhaven gegründet. Um angesichts der drohenden Versandung der Weser, der Lebensader Bremens, seine Bedeutung als Hafenstadt zu sichern, erwarb Bremen 1827 unter dem damaligen Bürgermeister Johann Smidt an der Wesermündung für 74.000 Taler 342 Morgen Land vom Königreich Hannover. Etwa 60 km flussabwärts von Bremen entfernt entstand dort bis 1830 der erste von Bremen so dringend benötigte Seehafen, der sogenannte Alte Hafen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

 

 

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