Oldenburg - Bremen sehenswert

Bremen sehenswert - Die Hansestadt und ihre Sehenswürdigkeitenunterwegs in Brem' & 'n büschen umzu

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Bremen sehenswertOldenburg [Oldb] (1/5)

 

Oldenburg - Hotel Graf Anton Günther

Hotel Graf Anton Günther in der Innenstadt. Der Graf war tatsächlich eine historische Figur in der Geschichte Oldenburgs

„Nächster Halt: Oldenburg in Oldenburg“ tönt es aus den Lautsprechern durch die Bahn, kurz bevor der Regio in den Bahnhof einläuft. Oldenburg in Oldenburg? Ja, wo denn sonst? In Holstein. Die heute drittgrößte Stadt in Niedersachsen war einst Sitz und Hauptstadt regierender Grafen, Herzöge und Großherzöge, später Freistaat und Landeshauptstadt. Und geriet tatsächlich auch kurz unter die Herrschaft eines Herzogs aus dem Haus Holstein-Gottorf, das war 1773, also lange her.

Herren hatte die Stadt, die unter dem Namen Aldenburg 1108 erstmals in Urkunden Erwähnung fand, über die Jahrhunderte auch Dank der Kleinstaaterei viele. Darunter auch solche, die man weniger wollte, wie die Franzosen unter Napoleon I., die Oldenburg wie auch zahlreiche andere Städte Anfang des 19. Jahrhunderts für einige Jahre annektiert hatten.

Oldenburg - italienischs Restaurant in der Innenstadt

Restaurant in der Fußgängerzone

Heute wird die Großstadt nur von Auswärtigen mit friedlichen Absichten „gestürmt“, gerne auch von Bremer*innen. Die finden hier, was man in der Hansestadt von politischer Seite seit Jahren nicht hinbekommt, eine ausgedehnte Fußgängerzone in der Altstadt mit allem, was man für einen langen Bummel und eine erfolgreiche Shopping-Tour braucht. Bremen hat mit dem Schnoor, der Böttcherstraße und der Schlachte in der Altstadt und mit dem angrenzenden Viertel unbedingt interessante Bereiche, was fehlt, ist ein Gesamtkonzept, das alles verbindet und die Autos weitgehend draußen hält. Allerdings hat man in Oldenburg auch frühzeitig angefangen, die eigenen Pläne zu verwirklichen. Noch bevor der 1967 begonnene Umbau der Altstadt abgeschlossen war, konnten sich die Verantwortlichen durchaus in einer Vorreiterrolle sehen, denn eine solche Fußgängerzone oder überhaupt eine hatte bis dato fast keine deutsche Stadt. Ein Fehler war es definitiv nicht.

Oldenburg - Landesbank

Noch ein wenig Bares von der Oldenburgischen Landesbank beim Alten Hafen für die Shopping-Tour durch die niedersächsische Stadt an der Hunte?

Dann eben nicht, denken sich deshalb so manche Bremerin und so mancher Bremer und springen kurzerhand in die zweimal stündlich fahrende Regionalbahn. Ischa nich weit (Ist ja nicht weit). Tatsächlich ist man in einer halben Stunde dort und vom Bahnhof aus ist die Altstadt fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.

Oldenburg - Alter Hafen

Am Alten Hafen, am Ende des Beckens fließt die Haaren in die Hunte - und unter den Schleierwolken wartet die Sonne

Allerdings bietet sich vorher ein Abstecher zum Hafen an, genauer zum Alten Stadthafen, denn der liegt quasi auf dem Weg. Und der führt vom Bahnhofsvorplatz direkt geradeaus durch die Kaiserstraße. Der in vergangenen Jahrhunderten bedeutende Hafen wird durch die Alte Hunte gespeist, in die hier auch die Haaren mündet, ein 24 Kilometer langer Nebenfluss der Hunte. Bereits 2008 stellte die Stadt mit dem „Zielkonzept Innenstadt 2008“ einen Entwicklungsplan vor, der die Innenstadt u. a. als Wohnquartier stärken soll. Auf ehemaligen bis an den Hafen grenzenden Bahnbetriebs-, Gewerbe- und Schlachthofflächen entstanden ab 2013 Neubauten oder wurden Altbauten saniert. Nachdem die Firma Rhein-Umschlag ihre Verladung von Schüttgut 2016 vom Alten Hafen in den Osthafen verlegt hatte, wurde am Südufer das Areal an der Einmündung der Hunte in den knapp 70 Kilometer langen Küstenkanal, der hier beginnt, neu gestaltet.

Oldenburg - am Küstenkanal

Durch den zwischen 1921 und 1935 ausgehobenen Küstenkanal bis zum Dortmund-Ems-Kanal ist Oldenburg an das deutsche Binnenschifffahrtsnetz angebunden

So wurde u. a. eine Marina angelegt. Der Alte Hafen soll auch Freizeit-Aufenthaltsort sein, was durchaus gelungen ist, denn auf den Terrassen der Gastrobetriebe an der Hafenpromenade sitzt man in der ersten Reihe nah am Wasser.

Oldenburg - Alter Hafen mit Marina und Gastro

Blick vom Südufer über die Marina auf einen Teil der Hafenpromenade

Berufsschifffahrt findet in Oldenburg dennoch nach wie vor statt, sogar Seeschiffe gelangen von der Unterweser in Elsfleth über die Untere Hunte auf 23,5 Kilometern in die niedersächsische Stadt. Umgeschlagen werden hier vor allem Massengüter wie Baustoffe. 2021 wurde in neues Wendebecken in Betrieb genommen, dass es nun sogar 110 Metern langen Schiffe erlaubt, den Hafen der Stadt anzulaufen und vor allem durch ein mögliches Wendemanöver auch wieder zu verlassen.

Oldenburg - Bahnwasserturm an der Eisenbahn-Klappbrücke

Früher versorgte der 1908 gebaute Wasserturm an der Eisenbahn-Klappbrücke die Dampflokomotiven, 500 m² Wasser standen maximal dafür zur Verfügung. Jenseits der Brücke werden im Hafen Güter umgeschlagen

Aber nun weg vom Wasser in die Innenstadt. Und hin zum Wasser, wieder zur Alten Hunte, hier Mühlenhunte genannt, die am weitläufigen Schlossgarten vorbeifließt. Nimmt man den Weg vom Küstenkanal über die Straße „Damm“ kommt man dabei am ursprünglich 1836 eröffneten Landesmuseum für Natur und Mensch vorbei. Ursprünglich, weil aus Platzmangel bereits zwischen 1876 und 1879 ein Neubau eben an dieser Stelle nötig wurde.

Oldenburg - Das 1836 eröffnete Landesmuseum für Natur und Mensch

Der Altbau des Landesmuseum für Natur und Mensch

Das Haus zeigt in seinen Räumen Sammlungen in den Abteilungen Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde. Sammlungs-Grundstock war zur Eröffnung eine von Großherzog Paul Friedrich August kurz zuvor erworbene private Sammlung fast ausschließlich präparierter Tiere, weshalb die Einrichtung zunächst auch „Naturhistorisches Museum Oldenburg“ hieß, als sie erstmals ihre Türen öffnete. Erst später kamen weitere Schwerpunkte und Sammlungen wie das großherzogliche „Naturalien-Cabinett“ hinzu. Abermals wachsende Platzprobleme wurden 1971 durch die direkte Anbindung der ehemaligen Räumlichkeiten der Landesbibliothek gelöst. Vom Museum sind es nur noch wenige Gehminuten zum Schlossgarten.

 

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Weitere Informationen

Tourismus Oldenburg
Lange Straße 3
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 - 36161366
E-Mail: info@oldenburg-tourist.de
Öffnungszeiten der Oldenburg-Info im Lappan: Montag - Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag 10 - 16 Uhr
www.oldenburg-tourismus.de

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Damm 1
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570400
Fax: 0441 - 40570409
E-Mail: info@landesmuseum-ol.de
www.landesmuseum-ol.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen, Feiertage laut Website
Standorte:
Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Prinzenpalais, Damm 1, 26135 Oldenburg
Augusteum, Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-46
26135 Oldenburg
Tel.: 0441 - 40570300
E-Mail: museum@naturundmensch.de
www.naturundmensch.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352881
Fax: 0441 - 2353145
www.stadtmuseum-oldenburg.de
Das Museum ist für Abriss und Neubau bis auf weiteres geschlossen: www.museum-findet-stadt.de

Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 - 2352885
E-Mail: info@horst-janssen-museum.de
www.horst-janssen-museum.de
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr, Montags geschlossen

 

Cuxhaven - ein Tagesausflug

Als "ihren Hausstrand" sehen viele Bremerinnen und Bremer die Seebäder Cuxhavens. Die Seestadt an der Elbmündung ist von Bremen aus mit dem Auto über die A27 sehr gut erreichbar, denn die führt an Bremen und Bremerhaven vorbei und endet in Cuxhaven. Mit dem Zug dauert die Fahrt mit Umstieg in Bremerhaven etwas länger. Aber auch in der Nebensaison ist Cuxhaven mit seinen Seebädern für einen Ausflug gut z. B. mit dem Fahrrad.
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Cuxhaven - Bremen sehenswert

 

Helgoland - ein Tagesausflug

Deutschlands einzige vermeintliche Hochseeinsel ist jedes Jahr Ziel Tausender Besucher, die meisten davon Tagestouristen in den wärmeren Monaten. Und ja, zugegeben, Helgoland liegt nicht soooo ganz unmittelbar im Umland Bremens. Aber sie ist als Tagesausflug von Bremerhaven zu erreichen, weshalb wir mal vorbei geschaut haben.
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Helgoland - Bremen sehenswert

 

Die ostfriesische Insel Wangerooge

Unter den bewohnten ostfriesischen Inseln ist Wangerooge mit 7,94 km² nach Baltrum die zweitkleinste und autofrei, was einen Ortsbummel im Vergleich zu manch anderer Insel deutlich angenehmer macht, zumal die Entfernungen durchaus per pedes bewältigt werden können. Vom kleinen Bahnhof ist man denn auch nach wenigen Schritten mitten im Ort und steht schnell vor dem unübersehbaren Alten Leuchtturm, der heute das Inselmuseum beherbergt. Von 1856 bis 1969 war das Leuchtfeuer als Seefahrtszeichen in Betrieb und wies den Schiffen den Weg. Wie weit es sichtbar war, wird deutlich, wenn man die 149 Stufen hinauf zum Lampenraum erklimmt, von wo man hinaus auf die umlaufende Galerie treten kann und mit einem weiten Blick über die Insel und die Nordsee belohnt wird.
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Wangerooge

 

Weserfahrt Bremen - Bremerhaven

Natürlich kann man für einen Besuch Bremerhavens von Bremen aus das Auto nehmen oder man steigt am Hauptbahnhof in den Regionalzug. Aber bei entsprechendem Wetter und der nötigen Zeit ist es interessanter, die Strecke auf der Weser zurückzulegen. Hal över bedient die Verbindung von Mai bis September. Das Schiff startet ab dem innenstadtnahen Martinianleger an der Schlachte.
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Mit dem Schiff von Bremen nach Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Brake & die Flussinsel Harriersand

Kaum dass im Frühling die Sonne lacht und die Temperaturen an der 20-Grad-Marke kratzen, treibt es viele Norddeutsche an die Nordseeküste ans Wasser. Hauptsache Strand zum in der Sonne liegen und Sand zum Buddeln und Burgen bauen für den Nachwuchs. So zieht es auch viele Bremerinnen und Bremer an den warmen Wochenenden auf die Autobahn gen Norden, mit Sack und Pack und Picknickkorb gerüstet für einen Tag Strandurlaub. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn der nächste Strand gleich um die Ecke liegt, wie ein Besuch in Brake und auf Harriersand zeigt.
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Brake und Harriersand - Bremen sehenswert

 

Bremerhaven Überseehafen

Zu dem Alten Hafen, dem heutigen Museumshafen und ersten, der angelegt worden war, später kamen weitere Häfen hinzu. Angrenzend an den Neuen Hafen erstreckt sich mit dem Kaiserhafen Eins das erste von einer Reihe weiterer Hafenbecken. Schon ein Blick in diesen ersten Teil des weitläufigen Hafenareals zeigt eine andere Welt der Seefahrt, die der großen Schiffe. Und noch größere werden wir an der fünf Kilometer langen Stromkaje sehen.
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Bremerhaven - Bremen sehenswert

 

Wilhelmshaven - Seestadt am Jadebusen

Wilhelmshaven ohne Marine zu denken ist kaum möglich, zumal sich die Stadt erst nach dem Bau eines Marinestützpunktes im 19. Jahrhundert entwickelt hat und die Bundeswehr auch heute hier noch einen großen Stützpunkt mit mehreren Geschwadern unterhält. Dennoch gibt es auch viel anderes zu entdecken in der Hafenstadt.
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Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven

 

 

 

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