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Von der Innenstadt zum Weserwehr & zurück (3)

 

Auf der Seite des Werdersees erreicht man bald nach der Unterquerung der Karl-Carstens-Brücke und vorbei an der Vogelinsel, einem Brutschutzbereich, der nicht betreten werden darf, die größte Badestelle mit Sandstrand, einem Nichtschwimmerbereich und DLRG-Station. Angrenzend kann man auf einer Wiese offiziell erlaubtermaßen im Freien Grillen. Dahinter dehnen sich zahlreiche Kleingärten verschiedener Vereine aus. Der jeweils rund 300-400 qm großen Gärten dienten vor allem der Selbstversorgung der Städter durch den Anbau von Gemüse und Obst in Zeiten schlechter Versorgungslage. Die Parzellen auf dem Stadtwerder entstanden nach dem 1. Weltkrieg und auch heute ist im Bundeskleingartengesetz klar geregelt, was nicht sein darf und was sein soll, darunter auch ‘die Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf’. Darüber hinaus sind die parkähnlichen Kleingartengebiete aber ebenso Naherholungsgebiete für Nichtparzellisten, so auch auf dem Stadtwerder.

Fast mittendrin steht "Der Kuhhirte", ein Restaurant mit norddeutscher Küche seit 1996 sowie einem Biergarten unter freiem Himmel mit Bühne für Live-Veranstaltungen. Der Name geht zurück auf die frühere Nutzung der Flusshalbinsel als stadteigene Weidefläche ab 1433. In den Chroniken der Stadt wird ein Viehhirte mit Wohnsitz an dieser Stelle erstmals 1662 genannt. Da das Salär des von der Hansestadt eingesetzten Hüters des Milchviehs eher bescheiden war, durfte er rechtmäßig Milch verkaufen. Die heutigen Gebäude, der ehemalige Stall, Wohnhaus und Turm, wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet, später mehrmals umgebaut und renoviert und zu unterschiedlichen Zwecken genutzt.

Ab 1899 "werderte" es noch mehr auf dem Stadtwerder, denn der Sohn des damaligen Kuhhirten gründete mit einigen anderen Sportbegeisterten den ‘Fussball-Verein Werder Bremen von 1899’ und legte damit den Grundstein für den heutigen Bundesliga-Club, der zwar nicht mehr auf dem Stadtwerder, dafür aber in Peterswerder trainiert und spielt. Auslöser war der Gewinn eines Fussballs, den eine Gruppe Realschüler bei einem Sportwettbewerb ein Jahr zuvor gewonnen hatte. Die Ballsportart war zwar nicht gänzlich unbekannt, aber noch nicht sehr verbreitet. Sie hatte sich erst wenige Jahrzehnte zuvor in Großbritannien entwickelt und fand in den 1880er und 90er Jahren zunehmend Freunde auf dem europäischen Festland.

Gut durch Bäume beschattet ist der Reisemobilstellplatz beim Restaurant "Zum Kuhhirten" an der Weser - Bremen sehenswert

Gut durch Bäume beschattet ist der Reisemobilstellplatz an der Weser beim Restaurant "Der Kuhhirte"

Auf dem Weg zurück Richtung Innenstadt kommt man an Sportanlagen, Café Sand mit dem kleinen Strand ebenso vorbei, wie an einem Reisemobilstellplatz mit über 70 Stellplätzen mit vielen Bäumen direkt an der Weser. Mit dem rollenden Heim könnte man kaum besser stehen, mit dem Rad ist man in wenige Minuten im Stadtteil Neustadt und in der Innenstadt.

Nicht weit vom Stellplatz entfernt erhebt sich aus rotem Backstein ein Bau, den die Bremerinnen und Bremer liebevoll "umgedrehte Kommode" nennen, ein Vergleich, der bei genauer Betrachtung nicht ganz von der Hand zu weisen ist. So ragen die ursprünglich noch längeren vier Ecktürme des ansonsten fast quadratischen, aus architektonischer Sicht historisierenden Backsteinbaus wie Beine gen Himmel. Der seit 1978 als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz stehende Turm ist der alte Wasserturm der Hansestadt. Die Stadt hat seit 1394 eine zentrale Wasserversorgung. Bis in die erste Hälfte des 19. Jh. wurde mit einem Schöpfrad das benötigte Wasser aus der Weser gefördert, wie es ein hölzernes Modell im Focke-Museum zeigt. Später waren es dampfbetriebene Pumpen, die das Wasser transportierten. Auf diese Weise gelangte auch das zum Trinkwasser gereinigte Wasser in den von den Architekten Rudolph Berg und Johann Georg Poppe entworfenen und zwischen 1871 und 73 gebauten Turm. Die Wasserbehälter befanden sich im oberen Teil des Baus und waren über ein Rohrleitungssystem in einem der vier Türme angebunden. Zwei weitere der Türme fungierten als Schornsteine für die Dampfmaschinen und der vierte als Treppenaufgang. Seit 1983 wird der Wasserturm nicht mehr für die städtische Wasserversorgung gebraucht und 2008 schließlich verkauft, da für das Areal ein Projekt mit Wohn- und Bürohäusern geplant war und ab 2010 gegen Widerstände aus Teilen der Bevölkerung auch realisiert wurde.

Die "umgedrehte Kommode", der alte Wasserspeicher aus rotem Backstein - Bremen sehenswert

Die "umgedrehte Kommode", der alte Wasserspeicher aus rotem Backstein

Wasser ist auch Thema in der in der Nachbarschaft gelegene Hochschule für Nautik. Hier werden nicht nur künftige Seeleute ausgebildet, sondern hier haben sowohl die Sternwarte wie auch das Planetarium ihre Räumlichkeiten. Auf der anderen Straßenseite haben die Seenotretter der DGzRS ihre Zentrale - mit Blick auf die Tiefer, den Startpunkt der Rundfahrt.

 

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Weitere Informationen

www.cafe-sand.de

www.hal-oever.de

www.cafe-ambiente.de

www.weserterrassen.com

www.werder.de/fankurve/stadionerlebnis/wuseum/

www.bremer-baeder.de

www.juergenshof.com

www.sportgarten.de

www.derkuhhirte.de

www.stellplatz-bremen.de

 

Camping in Bremen

Für Camper mit Reisemobil, Wohnwagen oder Zelt wartet Bremen mit HanseCamping mit einem 5-Sterne-Platz auf. Der Campingplatz mit 153 Standplätzen liegt sowohl für die Anreise wie auch für die innerstädtische Anbindung günstig. Nur für Wohn- oder Reisemobile befindet sich alternativ zum Campingplatz ein gut gelegener Stellplatz auf dem Stadtwerder direkt an der Weser. Der Platz am Kuhhirten mit 50 Stellplätzen unter Bäumen bietet mit Wasserver- und -entsorgung, Strom, Toiletten und Duschen alles Notwendige für einen schönen Aufenthalt.
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Focke-Museum

Jede Stadt hat ihre Geschichte und in vielen Städten gibt es ein Museum, in dem eben diese erzählt wird. In der Hansestadt ist es das Focke-Museum im Ortsteil Riensberg, in dem die Stadthistorie am anschaulichsten präsentiert wird. Das „Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“ entstand 1924 durch die Zusammenlegung zweier Sammlungen, dem 1884 gegründeten Gewerbemuseum und dem sechs Jahre später gegründeten „Historischen Museum für bremische Altertümer“, dessen bereits 1922 gestorbener Gründer auch zum Namensgeber des heutigen Museums wurde.
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Sternwarte & Planetarium

An ausgewählten Tagen können auch Besucher einen Blick durch die großen stationären und die kleineren mobilen Teleskope der Walter-Stein-Sternwarte werfen, die dann auf der Terrasse aufgestellt werden. Im Olbers-Planetarium im selben Haus halten Mitglieder der Gesellschaft Vorträge zu wechselnden Themen. Das 1952 eröffnete Olbers-Planetarium gehört mit seiner Kuppe von 6 Metern Durchmesser zu den Kleinplanetarien. Für die Besucher stehen 35 Plätze (auch behindertengerecht) zur Verfügung.
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Sternwarte und Planetarium - Bremen sehenswert